So automatisieren Sie Ihr digitales Marketing.

Michael Vaclav von brandREACH erklärt auf dem Werbeplanung.at Summit 2017, was Unternehmen beim Automatisieren ihres digitalen Marketings beachten müssen.

Michael Vaclav, CEO brandREACH, empfiehlt eine überlegte Planung der Automatisierung von Marketing-Maßnahmen.  © Markus Wache

Beinahe alles, was eine einfache Prozess-Engine hat, wird heutzutage „Marketing Automation“ genannt – kein Wunder also, dass Marketing Automation innerhalb des CRM-Marktes mit einem Gesamtvolumen von vier Milliarden Dollar das am stärksten wachsende Segment ist.  

Viele Anbieter versprechen das Blaue vom Himmel, die Erwartungen der Kunden sind hochgesteckt – dabei muss die Software sich jedoch stets den Prozessen des Kunden fügen. Wie das gelingt, erläutert Michael Vaclav von der auf Data Driven Marketing ausgerichteten Agentur brandREACH am Werbeplanung.at Summit 2017. Durch datengetriebene Aktionen, so Vaclav zu Beginn seines Vortrags, sind Revenue-Steigerungen von 300 Prozent möglich. 

Vaclavs vier wichtigste Ratschläge an das Publikum: "Überlegen Sie sich genau, was Sie automatisieren möchten. Bilden Sie die Prozesse im Detail ab. Challengen Sie die Marketing Automation Dienstleister. Und führen Sie einen Change-Prozess in Ihrem Unternehmen durch."

Der 360 Grad CRM Hub 

Eine entsprechende Software kann allerlei leisten – Vaclav spricht in diesem Kontext von einem regelrechten „360 Grad CRM Hub“. In diesem sei ein Online-Tracking der Konsumenten ebenso integriert wie eine Prozess-Engine, die weit mehr kann, als bloß Emails zu verschicken. So wird etwa ein Trichter integriert, mit dem das Unternehmen sieht, wann sich der Kunde an welchem Punkt der Customer Journey befindet. 

Zudem können SEO-Aspekte ebenso wie Elemente des Content-Marketing abgedeckt werden – also, welcher Content wann auf welchem Kanal publiziert wird. Und auch das Beschicken diverser Instant Messaging Services – also etwa WhatsApp oder der Instant Messenger – kann automatisiert werden. Mittels Machine Learning und AI kann eine gute Lösung zudem das Re-Targeting verbessern: „Wenn Sie im Web 60 Marketing-Fachbücher und einen Wein-Kühlschrank gekauft haben, wird Ihnen eine gute Lösung keinen zweiten Kühlschrank, aber das 61. Marketing-Fachbuch anbieten“, sagt Vaclav. Und schließlich wird auch Social Media Management automatisiert und in das Gesamtkonzept integriert: Wenn sich etwa ein Kunde vom Newsletter abmeldet, kann er stattdessen gezielt via Facebook angesprochen werden. 

Der Mensch ist unverzichtbar 

Als typischen Prozess beschreibt Vaclav, dass eine Person die Website des Unternehmens betritt, dort Content – etwa ein Whitepaper – herunterlädt, er durch Lead Nurturing bereit für den Sales-Prozess wird, anschließend von der Sales-Abteilung kontaktiert wird und schließlich der Vertrag unterschrieben wird. Das klingt einfach, beinhaltet aber viele Dinge, die im Hintergrund ablaufen. 

So muss der User etwa zuerst überzeugt werden, dass er die Website überhaupt betritt. Dort ist dann ein Tracking nötig, und der angebotene Content muss auf einem Server gespeichert sein. Der Download muss ebenso getracked werden, die entsprechende Kommunikation muss festgelegt werden – denn vielleicht möchte der Kunde ja gar nicht via Email, sondern lieber über einen Messaging-Dienst kontaktiert werden. Auch Lead Scoring, Funnel Automation, Sales Alerts und die Integration etwaiger Drittsysteme müssen beachtet werden. 

„Und dann gibt es noch die Dinge, die Sie selber machen müssen“, sagt Vaclav. Denn die Ads, mit denen der User auf die Website gelockt wird, müssen erstellt werden, ebenso wie die zum Download angebotenen Whitepaper geschrieben werden müssen. Und auch das Festlegen entsprechender Prozesse und Abläufe muss von einem Experten erledigt werden. Bei aller Automatisierung bleibt der Mensch also nach wie vor unverzichtbar. 

 

 

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