E-Sports: Eine Nische mit großem Potenzial.

Wer sind die E-Sportler? Wie sieht diese Zielgruppe aus? Und wie interessant ist der Markt für Werber? Diesen und weiteren Fragen wurde am Werbeplanung.at Summit 2017 im Panel „E-Sports und Online-Gaming“ nachgegangen.

Die Panel-Teilnehmer glauben geschlossen an eine erfolgreiche E-Sports-Zukunft. © Markus Wache

Der sportliche Wettkampf mit dem Computer hat sein Nischendasein längst verlassen. Insbesondere im asiatischen Raum und in den USA ist E-Sports schon länger Thema.

Nun ist die Thematik auch in Österreich angekommen. Denn im Oktober startet die „E-Sports-Bundesliga“.

Und der Markt dafür ist vorhanden und birgt Potenzial – diesbezüglich waren sich die Panel-Teilnehmer Sabine Auer, Chief Investment Officer bei Mindshare, Dominik Beier, Head of Advertising & Sponsorship Sales bei Laola1, Bernd Eibl, Head of Social Retention funstage, Patrick Lenhart, Leitung Marketing/PR der Österreichischen Fußball-Bundesliga, Daniel Luther, Projektleiter Digital/eSport und Martijn van Hout, Direktor HD Austria.

Auer stellte am Beginn des Panels eine vom Manstein Verlag beauftragte Mindshare-Studie zum Thema E-Sports vor. Die Ergebnisse sind positiv und zeigen Potenzial auf. 40 Prozent der Befragten kennen E-Sports, was wiederum einen künftigen breiteren Markt prognostizieren lässt.

Für Marken kann dies dementsprechend interessant sein ihre Marke mit einer E-Sportart zu verknüpfen. Dies erkennt HD Austria ebenso wie Laola1 die beide ind en Markt drängen. Das die Verknüpfung von Marken und Gamern funktioniert zeigte Auer an einem Beispiel von Ubisoft und Dunkin Donuts.

Interessant ist hierbei auch die Zielgruppe im E-Sports die männlich, zwischen 21 und 35 Jahren, Vollzeit berufstätig und gutverdienend ist.

Community & Wettbewerb

Daniel Luther, de runter anderem „World Series of Videogames“-Weltmeister ist, erklärte kurz und bündig die Intention mit E-Sports zu starten.

Es gehe den Spielern einerseits um die Community, die insbesondere im E-Sports-Bereich sehr stark ausgeprägt ist, und andererseits um die Herausforderung im Wettbewerb.

Auch Bernd Eibl kann dies bestätigen. Der Unterscheid zwischen Gamern und E-Sportlern erklären die beiden so, dass Gaming einem Amateur-Ansatz gleichkommt und E-Sports den Leistungssport repräsentiere.

Beier und Laola 1 wollen künftig auch Studioproduktionen umsetzen, auch in Hinblick auf die bald startende eBundesliga. Für die Bundesliga und Lenhart geht es künftig darum, wirklich gute Produkte zu konzipieren.

Der Markt scheint groß genug unterlegt Lenhart. Mit dem Start der eBundesliga und dem Release des Fifa18 rechnet man bei der Bundesliga mit rund 300.000 Verkäufen. Dies hat auch HD Austria erkannt, die bekanntermaßen einen eigenen eSport-Sender starten.

Die neuen Stars?

Auf die Frage von Moderator Jürgen Hofer, stv. Chefredakteur HORIZONT, ob E-Sportstars bald echte Fußballstars oder Sportstars in der Bekanntheit und Beliebtheit ablösen würden, verhielt sich das ganze Panel vorsichtig.

Es werde wohl noch einige Zeit dauern bis ein solches Level wie beispielsweise im Offline-Fußball erreicht werden kann. Doch die Zeichen stehen gut. Die Panel-Teilnehmer glauben geschlossen an eine erfolgreiche E-Sports-Zukunft. 

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