Die Macht der Algorithmen.

Am ersten Vormittag widmete sich der Werbeplanung.at-Summit dem Schwerpunkt Algorithmen und den Auswirkungen auf Macht, Userverhalten und Medien.

Die US-amerikanische Bestsellerautorin und Mathematikerin Cathy O' Neil gilt als eine der wortstärksten Kritikerinnen der Algorithmen. © Johannes Brunnbauer

„Wie gehen wir mit Algorithmen um?“

In ihrer Begrüßungsrede vor voll gefülltem Saal widmete sich die Gastgeberin HORIZONT-Herausgeberin und Chefredakteurin Marlene Auer dem heißen Thema Algorithmen. „Wie gehen wir mit Algorithmen um? Wissen wir, wie sie funktionieren?“ stellte Auer die Leitfragen. Sie rief die jüngsten beunruhigenden Meldungen ins Gedächtnis, dass sich Google aus einem AI-Projekt mit dem US-Verteidigungsministerium zurückzog. Mitarbeiter hatten den Internet-Giganten aufgefordert, sich aus dem „Geschäft mit dem Krieg zurückzuziehen“. Zudem hatte Elon Musk den Wettbewerb um AI als wahrscheinlichsten Grund für den dritten Weltkrieg genannt und als gefährlicher als Nuklearwaffen eingestuft. Der Tesla-Gründer zog sich auch aus dem Open AI-Projekt zurück - wegen möglicher Interessenskonflikte, schließlich nutzt er KI auch für seine Fahrzeuge. „Welche Form von Algorithmen ist sinnvoll und wertvoll, welche ist bedrohlich und gefährlich?“, stellte Auer die entscheidende Frage.

Siehe https://www.horizont.at/home/news/detail/wie-stellen-wir-sicher-dass-die-maschinen-uns-dienen-und-nicht-wir-ihnen.html

Algorithmen im politischen Marketing: Eine Gefahr für die Demokratie

Die US-amerikanische Bestsellerautorin und Mathematikerin Cathy O' Neil gilt als eine der wortstärksten Kritikerinnen der Algorithmen – in ihrer Opening Keynote zum Werbeplanung.at Summit 2018 erläuterte sie, wie die Technologien unsere Gesellschaft gefährden.

Google will, dass wir ihnen vertrauen wollen, sagt die US-amerikanische Mathematikerin und Bestseller-Autorin Cathy O'Neil: "Aber als ich letztens eine Google-Anfrage mit den Worten „ist der hol“ begann, schlug mit Auto-Vomplete die Frage „Ist der Holocaust echt?" vor, und die ersten Treffer waren Holocaust-Verleugnungsseiten". Google streite die Verantwortung dafür ab, wolle aber zugleich die erste Referenz für Wissen sein. "Wir haben nun ein System, bei dem Leute sich hinter einem Konzept von Mathematik verstecken und daraus „Weapons of Math Destruction“ machen", warnt O'Neil.

Siehe https://www.horizont.at/home/news/detail/algorithmen-im-politischen-marketing-eine-gefahr-fuer-die-demokratie.html

Die verführerische Macht von Algorithmen

Was können Algorithmen beispielsweise für Medien leisten und warum sollte man der Verführung manchmal nicht nachgeben? Diese und andere Fragen wurden im ersten Panel "Algorithmen - die unsichtbare Macht" erörtert.

Stefan Szeider von der TU Wien versuchte gleich am Anfang des hochkarätigen Panels das Wort „Algorithmus“ zu relativeren. „99,9% der Algorithmen sind unproblematisch, weil sie genau einer Spezifikation folgen und unserem täglichen Leben verdanken wir, dass es so funktioniert“, so Szeider der ergänzte: „Der Rest sind Algorithmen, von denen wir meinen, dass sie problematisch sind.“ Für den Forscher wird es daher in Zukunft wichtig sein, „dass man diese beiden Arten von Algorithmen wieder zusammenbringt. Algorithmen können viel komplexere Planungsaufgaben übernehmen und auch Kontext einbeziehen. Ich bin zuversichtlich, dass wir hier weiterkommen werden.“

Siehe  https://www.horizont.at/home/news/detail/die-verfuehrerische-macht-von-algorithmen.html

Der steinige Weg zur europäischen Daten-Allianz

Europäische Datenallianzen sollen ein Gegengewicht zu Google und Facebook bieten. Doch auf dem Weg dorthin gibt es noch einige Herausforderungen zu meistern.

Daten sind das neue Gold der Werbebranche. Unter Druck stehende klassische Werbeeinahmen und der Anstieg digitaler Spendings fordern ein radikales Umdenken. Facebook und Google dominieren den digitalen Markt. Doch wo bleibt das Gegengewicht? Können Datenallianzen dieser Macht entgegensteuern? Medienhäuser im deutschsprachigen Raum kooperieren bereits, um einen Gegenpol zu schaffen. Welche Strategien verfolgen sie? Und welche Auswirkungen hat dies auf die Werbekunden?

Über diese und andere Fragen diskutierten am Werbeplanung.at Summit 2018 unter der Moderation von Jürgen Hofer, stellvertretender Chefredakteur des HORIZONT, die Experten Xiaoqun Clever (Ringier), Silke Übele (Wavemaker), Leslie Romeo (1&1 De Mail), Ingrid Brodnig (Autorin und Journalistin) und Markus Fallenböck (Verlagsgruppe News GmbH).

Siehe https://www.horizont.at/home/news/detail/der-steinige-weg-zur-europaeischen-daten-allianz.html

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