Advertising ID Consortium wächst.

The Trade Desk tritt dem Konsortium, das an einer offenen Identity-Lösung für digitale Werbung arbeitet, bei.

Jochen Schlosser, Chief Strategy Officer von Adform: "Mit dem Aufbau des Advertising ID Consortium wird nutzerbasiertes Marketing außerhalb der großen Plattformen in hoher Reichweite und Qualität möglich." © Adform

Das Advertising ID Consortium wurde im Mai 2017 von AppNexus, Index Exchange und LiveRamp mit dem Ziel, eine offene Identity-Lösung für digitale Werbung zu schaffen, gegründet. Nun macht die Organisation einen Erweiterungsschritt aufgrund regen Mitglieder-Zuwachses. 

The Trade Desk macht seine bestehende ID-Lösungen mit der Open Ad ID des Konsortiums kompatibel, um damit das gemeinsame Identity-Framework zu unterstützen. Das Programmatic Advertising- und Demand-Side-Platform-Unternehmen wird auch im Vorstand der Organisation vertreten sein.

Weiters traten dem Advertising ID Consortium folgende SSP- (Sell Side Platform) und DSP- (Demand Side Platform) Anbieter bei: 

Adform, AerServ, Amobee, DataXu, DistrictM, IgnitionOne, Kargo, LiveIntent, Numberly, PulsePoint, Roq.Ad, Sizmek, Thunder, TradeLab, Unruly, Videology.

Das Konsortium setzte seit dessen Gründung im vergangenen Frühjahr einen Rahmen für die gemeinsame Steuerung sowie Kontrolle und erstellte eine Produktspezifikation, die ein "offenes und standardisiertes Cookie" wie auch geräte- und nutzerbasierende Kennung umfassen. Diese werden, wie es heißt, in einem "sicheren, datenschutzgerechten Identity-Framework bereitsgestellt, das kanalübergreifend funktioniert". 

Dieses aus zwei Teilen bestehenden Framework umfasst also eine geräte- und nutzerbasierte Kennung, die in Kombination eine "nahtlose und relevantere Nutzer-Erfahrung ermöglichen" soll. Seit der Markteinführung bestand die Lösung aus einer "Open Ad ID als Standard für die Cookie-Identifikation auf einem Gerät sowie aus einem Open Identity Link als gemeinsame Kennung zur kanal-, geräte- und plattformübergreifenden Ermittlung der Identität". Das Identity-Framework steht den Konsortium-Mitglieder kostenlos zur Verfügung.

"Mit dem Aufbau des Advertising ID Consortiums wird nutzerbasiertes Marketing außerhalb der großen Plattformen in hoher Reichweite und Qualität möglich", erklärt Jochen Schlosser, Chief Strategy Officer von Adform, dazu. Damit soll, wie er sagt, auch folgende Hürde im Markt genommen werden: "Fragmentierte Cookie-Welten sind ein großes Problem im aktuellen Ökosystem. Daraus resultieren häufig instabile Audiences und damit gehen große Reichweiten-Verluste einher."