Ridesharing im Kommen.

5 Prozent haben einen solchen Dienst bereits genutzt, 46 Prozent haben Interesse. Vorteile werden vor allem für ländliche Regionen gesehen. Automobilbranche präsentiert auf der CES neue Mobilitätskonzepte.

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Wenn spät abends kein Bus mehr fährt und man sich kein Taxi leisten kann, ist Ridesharing eine neue Alternative. Dabei wird per App das Fahrtziel angegeben, das Ridesharing-Fahrzeug nimmt dann auf dem Weg dorthin weitere Fahrgäste mit derselben oder einer ähnlichen Fahrtrichtung mit. Aktuell hat erst jeder zwanzigste Bundesbürger selbst Erfahrungen mit entsprechenden Angeboten gemacht. 2 Prozent nutzen Ridesharing regelmäßig, 3 Prozent selten. Fast jeder Zweite (46 Prozent) gibt allerdings an, Interesse an Ridesharing-Angeboten zu haben. „Die Idee von Sammelfahrten ist nicht neu. Aber erst dank digitaler Technologien kann der Anbieter wirklich optimale Routen erstellen und das macht den Service attraktiv“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

„Die Digitalisierung verändert nicht nur einzelne Verkehrsmittel, sie vernetzt unsere gesamte Mobilität. Gerade Ridesharing bietet eine optimale Ergänzung zu bestehenden Angeboten wie dem klassischen ÖPNV mit Bus und Bahn.“ Ridesharing sei nicht nur kostengünstig, sondern auch umweltschonend. Auf der diesjährigen Technologieshow CES in Las Vegas, die in einer Woche startet (8.-12. Januar), werden auch zahlreiche deutsche Unternehmen neue Mobilitätskonzepte präsentieren. So will Bosch ein Konzept für ein autonomes E-Shuttle zeigen, das in Ridesharing-Systeme eingebunden werden kann. Schaeffler präsentiert auf der CES das Bio-Hybrid-Konzept, ein elektrisch unterstütztes, vierrädriges Fahrzeug mit Pedalantrieb, das für Personen- oder Warentransport genutzt werden kann. Und HERE Technologies zeigt eine Lösung, mit der autonome Fahrzeuge mit Hilfe hochpräziser Karten intelligente Fahrstrategien entwickeln können.

Unabhängig von der persönlichen Nutzung sieht die große Mehrheit der Deutschen viele Vorteile von Ridesharing. So sagen 8 von 10 Befragten (82 Prozent), dass Ridesharing besonders in ländlichen Regionen hilfreich ist, in denen oft keine ausreichende Versorgung mit öffentlichem Nahverkehr besteht. 7 von 10 (69 Prozent) sind zudem der Meinung, dass Ridesharing eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden ÖPNV mit Bussen und Bahnen ist. Dagegen meint nur jeder Zweite (50 Prozent), dass Ridesharing eine Alternative zum klassischen Taxi darstellt. Aber ebenfalls jeder Zweite (52 Prozent) gibt an, auf ein eigenes Auto verzichten zu können, wenn Ridesharing flächendeckend verfügbar wäre. An Ridesharing-Konzepten arbeiten aktuell nicht nur Startups, sondern auch etablierte ÖPNV-Unternehmen“, so Rohleder.

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