Grillhendl-Tracking am Oktoberfest.

Das deutsch-österreichische Joint-Venture MoonVision erweitert mit Echtzeit-Bilderkennung und KI das Gastronomie-Controlling.

Kristijan Zganjer (CEO), Josef Schmidbauer (Senior Partner und Investor), Florian Bauer (CIO) und Alexander Hirner (CTO) des deutsch-österreichischen Joint-Ventures MoonVision.  © MoonShiner - Klaus Prokop

Im Ammer-Festzelt am Münchener Oktoberfest erfolgt die Feuertaufe für das Dish Tracker genannte Gastronomie-Controlling-System von MoonVision. Mit diesem Tracker wird mit Hilfe von Echtzeit-Bilderkennung und Künstlicher Intelligenz erfasst, welche Speisen und Getränke an wen des Service-Personals ausgegeben werden.

Die Genauigkeit liege dabei bei 98,2 Prozent, heißt es von MoonVision dazu. Die bisherige manuelle Kontrolle dieses Warenflusses weise diese Exaktheit und schlägt sich in Gastronomie-Abrechnung als Schwund nieder. 

Ammer + Moonshiner = MoonVision

MoonVision ist ein Joint-Venture zwischen der österreichischen Digital-Agentur Moonshiner und dem bayerischen Gastronomie-Unternehmen Ammer. Josef Schmidbauer, geschäftsführender Ammer-Gesellschafter, ist Investor und Senior Partner des deutsch-österreichischen Technologie-Unternehmems.

Kristijan Zganjer, CEO dieses Unternehmens, erklärt den Hintergrund für die erfolgte System-Schaffung: "Durch die große Menge an Speisen und Getränken in Festzelten, ist es für Wirte und das dort eingesetzte Service-Personal sehr schwierig, exakt mitzuzählen, welche Stückzahlen ausgegeben und verkauft wurden. Herkömmliche Kassensysteme sind bei Events wie dem Oktoberfest schlichtweg überfordert."

Realtime Object Tracking für Gastronomie-Controlling 

© Moonshiner
Deshalb entwickelte MoonVision ein Realtime Object Tracking, das, so Zganjer weiter, mit Hilfe einer über der Speisen- und Getränke-Ausgabe installierten Kamera alle Warenbewegungen erfasst. Damit behalten Gastronomen Überblick über den Warenfluss und können in Echtzeit nachvollziehen, welche Service-Kraft zu welchem Zeitpunkt, wie viele und welche Speisen sowie Getränke an Gäste ausgefolgt hat und wie es in weiterer Folge um den Lagerstand bestellt ist.

Das Unternehmen, in dem neben Zganjer Florian Bauer als Senior Partner und Chief Innovation Officer sowie Alex Hirner als Chief Technology Officer tätig sind, arbeitete seit November 2016 an der Verwirklichung dieses Realtime Object Trackings. Dieses wurde im vergangenen Sommer zum Patent angemeldet. 

Dish Tracker hat Feuertaufe bestanden

© Moonshiner
Schmidbauer erklärt, dass beim am 3. Oktober zu Ende gegangenen Oktoberfest "der Prototyp des Systems im Ammer-Festzelt" eingesetzt wurde, seine Feuertaufe bestanden hat und auch ausgewählten Gästen aus der Gastronomie-, Medien-Branche sowie Investoren präsentiert wurde.

Sein und Zganjers erklärtes Ziel ist es, mit dem Dish Tracker die, wie sie unisono sagen, "Big Player der Registrierkassen-Branche anzulocken und dafür eine strategischen Investor, der eventuell aus der Gastronomie kommt, zu finden".  

 

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