Fritz Jergitsch ist Onliner des Jahres in der Kategorie Newcomer.

Bis vor einem knappen Jahr kannte niemand seinen Namen – bis er das Satire-Portal dietagespresse.com ins Leben rief. (Teil 5 der Serie "Die Onliner des Jahres 2013")

Onliner der Jahres in der Kategorie Newcomer: Fritz Jergitsch © Jergitsch Fritz Werbeplanung.at

Den Titel Onliner des Jahres in der Kategorie Newcomer hat Fritz Jergitsch verdient wie kein anderer. Noch vor einem Jahr kannte kaum jemand seinen Namen. Bis er im Mai 2013 das Satire-Portal dietagespresse.com rechtzeitig zum heimischen Nationalsratswahlkampf launchte. Davor schlug sich der 22-jährige Wiener mit Ferialjobs und Praktika – unter anderem bei der Industriellenvereinigung und der PR-Agentur Ecker & Partner – durch. Online-Erfahrung hatte Jergitsch vor dem Start der „Tagespresse“ nicht. Motiviert hat ihn sein Interesse an Politik und Wirtschaft. Sein Bachelor-Studium am University College in Utrecht schloss Jergitsch 2013 mit Spezialisierung auf Volkswirtschaft und Politik ab. Für das Satireportal ließ er sich von internationalen Vorbildern wie „The Onion“ und dem deutschen „Postillon“ inspirieren. „Ich fand es schade, dass so etwas nicht in Österreich existiert“, sagt Jergitsch.  Der ausschlaggebende Anlass für das eigene Medium war der EU-Vorschlag zur Saatgutverordnung: „Um meine Kritik zu diesem Vorschlag zu äußern, schrieb ich einen satirischen Text, um durch Übertreibung die Regulierungswut der EU zu kritisieren.“ Das Schreiben wurde zum Hobby, und wie jeder Digital Native richtete sich der Student einen Blog ein.

Jergitsch war offensichtlich nicht der Einzige, dem ein österreichisches Satireportal fehlte. Dietagespresse.com erreichte innerhalb weniger Wochen ein großes Publikum. Sarkastische Headlines und fiktive Politiker-Aussagen verbreiteten sich auf Facebook und Twitter schneller, als der Blogger je erwartet hätte. Mittlerweile wird die Website von Onlinezone vermarktet, und der Gründer kann „bereits von den Einnahmen leben“. Was seine berufliche Zukunft betrifft, ist Jergitsch entspannt: „Was meinen weiteren Werdegang betrifft, habe ich keine Pläne. Momentan habe ich Spaß mit meiner Satireseite.“ Sollte ihn das Geschäft als Satire-Schreiber nicht mehr interessieren, würde ihn eine Stelle als Journalist oder Werbetexter reizen. Wenn der Autor sich nicht über absurde Aussagen unserer Politiker auslässt und seine Leser damit unterhält, ist er abseits vom Bildschirm zu finden. Der Neo-Onliner ist dem Ausdauersport zugeneigt und beim Wandern und Campen anzutreffen.

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