Was beeinflusst die Engagement-Rate? 3 Tipps für mehr Sichtbarkeit in sozialen Netzwerken.

Jeden Tag prasseln Massen an Content auf Nutzer in sozialen Netzwerken ein. Einige dieser Inhalte erreichen User noch auf organischem Wege, ist also Content von „Freunden“ oder von Seiten denen man folgt. Der Rest sind „Sponsored Posts“ von Marken und Unternehmen, die in Social Networks um Aufmerksamkeit ringen.

Jochen Hahn, Geschäftsführer missMedia © missMedia

Im Durchschnitt beträgt die organische Halbwertszeit eines Posts jedoch nur drei Stunden, entsprechend wird der anorganische Weg zu den Usern immer wichtiger. Demnach sollten Marken ständig ihre Inhalte optimieren und Kampagnenmanagement als wichtigen Eckpfeiler der Social Media-Strategie erkennen. Nur so ist langfristig Relevanz garantiert.

Dass die Fan- oder Follower-Anzahl nichts über die Sichtbarkeit seiner Fanpage und publizierten Postings aussagt, sondern die Engagement Rate – also das Verhältnis zwischen Interaktionen auf Beiträge (Likes, Shares oder Kommentare) und der Fananzahl – ist vielen Seitenbetreibern mittlerweile bekannt. Wie man die Engagement-Raten stärkt um insgesamt steigende Reichweiten zu erzielen, dazu fehlt es jedoch meist an Insights und einer echten Strategie.

Hierzu drei Ratschläge von Jochen Hahn, Geschäftsführer missMEDIA GmbH, der im Facebook Frauenmedien-Ranking 2017 mit miss den ersten Platz unter den 44 größten Frauenmedien im deutschsprachigen Raum belegte.

1. Authentizität durch Interaktion

Social Media-Kanäle sind weit mehr als nur eine Werbeplattform für Marken und Unternehmen. Sie bilden in Wirklichkeit immer öfter die einzige Schnittstelle, insbesondere zu jungen Zielgruppen. Unternehmen haben dabei „realtime“ die Chance, User direkt anzusprechen, unmittelbares Feedback abzuholen, dadurch Relevanz zu erzeugen und stets herauszuhören, wie sich Content-Vorlieben verändern. Es geht nicht mehr nur darum, dass Firmen auf Facebook, Instagram und Co. bloß vertreten sind um ihre Werbebotschaften los zu werden, sondern ob, und wie sie mit ihren Usern interagieren. Denn durch inhaltliche Auseinandersetzung und einen direkten Austausch steigen sowohl Relevanz der Marke als auch die Aufmerksamkeit in der Zielgruppe. Genau diese Aufmerksamkeit ist in einer Zeit der Informationsfülle das wertvollste Gut. Aufmerksamkeit (= Engagement) gilt als die neue Währung in den Sozialen Medien.

Besonders Unternehmen mit einer hohen Anzahl an Followern stehen vor der Herausforderung, ihre Zielgruppe immer wieder zur Interaktion zu „zwingen“ und ihre Engagement-Rate konstant hoch zu halten. Mit dem Anstieg dieser Rate steigen auch Sichtbarkeit in den Timelines der User, Relevanz und der Trust-Faktor einer Marke.

2. Nicht jeder Content ist King

Je besser der Fit zwischen Usern und der Marke ist, desto höher wird die Zielgruppenabdeckung bei Social Media-Kampagnen sein. Wichtig dabei ist der maßgeschneiderte Content, der für die Zielgruppe Sinn stiften muss. Dies geschieht durch eine Vorab-Analyse, die nicht nur die Zielgruppe exakt definiert, sondern auch noch ihre Bedürfnisse in Erfahrung bringt. Damit auch in Zukunft kontinuierlich neue und vor allem für die Zielgruppe interessante Inhalte veröffentlicht werden, müssen bereits veröffentlichte Posts regelmäßig analysiert werden. Der Blick über den Tellerrand – auf andere Profile – kann bei der Ideenfindung für neue Posts helfen. Dies können beispielsweise verwandte Facebook Posts sein, die hohe Like-Zahlen erreicht haben oder auf LinkedIn und Twitter sehr häufig geteilt wurden. So kann erörtert werden, welche Themen gerade auf den verschiedenen Social Media-

Plattformen diskutiert werden und für die eigene Seite abgeleitet werden können. Gerade bei spezifischen Zielgruppen ist es ratsam, wirklich passende Inhalte zu veröffentlichen. Dadurch verringert sich der Streuverlust und ermöglicht eine inhaltliche Auseinandersetzung der User mit dem publizierten Content.

3. Mehr Sichtbarkeit trotz laufender Veränderung der Algorithmen

Das erzielen von organische Reichweiten wird für Marken immer herausfordernder. Denn nach Facebook hat auch Instagram Anfang des Jahres seinen Algorithmus der Informationsaufbereitung geändert. Die Ordnung der Inhalte im Newsfeed der User passiert in Abhängigkeit von Interessenfeldern und den Beziehungen der User untereinander. Dadurch treten Medien- und werblich orientierte Firmeninhalte in den Hintergrund. Auch hier spielt der Austausch zwischen Marke und User eine große Rolle: Je mehr User mit den Unternehmensinhalten interagieren, desto größer wird die „organische Kraft“ der Fanpage. Eine gezielte Engagement-Steuerung durch bezahlte Kampagnen hilft daher die Relevanz bei Usern dauerhaft (organisch) zu erhöhen.

Auch das Timing der Posts spielt für die Sichtbarkeit eine wichtige Rolle. So ist der beste Zeitraum für die Veröffentlichung von Beiträgen auf Facebook mittags zwischen 12 und 15 Uhr, da in dieser Zeit User die meisten Likes und Shares geben. User sind generell unter der Woche viel aktiver: Innerhalb der Woche teilen sie sechsmal so viele Posts wie am Wochenende. Die erwähnten Zeiten dienen jedoch nur zur ungefähren Einordnung, denn die Wirkung der Beiträge ist stark von der Branche, dem Social Media-Kanal sowie der anvisierten Zielgruppe abhängig. Bei jungen Frauen kehrt sich die „Prime Time“ nämlich gänzlich um. Da stehen Abendstunden und der Sonntag im Mittelpunkt der Interaktion. Hier sollte jedenfalls sehr viel getestet werden, um für den eigenen Content den idealen Zeitraum für die Erreichbarkeit der Zielgruppe zu finden.

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