WAN-IFRA tritt Audience Measurement-Vereinigung bei.

Der Dachverband der Zeitungsverbände tritt der Koalition bei, die die EU darin unterstützt die ePrivacy-Reform umzusetzen.

Gerald Grünberger, Vorsitzender der WAN-IFRA-Direktoren, warnt vor einer starken Einschränkung von Audience Measurement. Damit würden die digitalen Investitionen von Medien-Unternehmen schweren Schaden nehmen.  © ÖZV

Ende Juni formierte sich auf europäischer Ebene die sogenannte Coalition for Audience Measurement, die in der Öffentlichkeit für ein besseres Bild und Verständnis von Gesetzes-Initiativen und Politik, die die Wirtschaft, die auf Leser- und Nutzermessung basiert, sorgen soll. Diese Vereinigung wird die EU in der Umsetzung der ePrivacy-Verordnung, die gleichzeitig wie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), im Mai 2018 in vollem Ausmaß wirksam wird, unterstützen. 

Die WAN-IFRA, der Weltverband der Zeitungsverleger, ist Mitglied dieser Vereinigung. In dieser sind weiters die deutsche AGOF, die European Broadcasting Union (EBU), die beiden Markt- und Meinungsforschungsverbände ESOMAR und EFAMRO sowie News Media Europa  vertreten.

"Es geht um die Interessen der Wirtschaft die Zuschauer, Leser und Nutzer misst, das ein essentieller Teil dieser Industrie ist, um damit Nachrichten-Medien zu finanzieren", erklärt Gerald Grünberger, Vorsitzender des WAN-IFRA-Direktoriums, dazu. Er betont, dass das digitale Zeitalter eine "transparente und rechtssichere Nutzung von Daten für unsere Geschäftsmodelle erfordere". 

Grünberger streicht die Bedeutung von Audience Measurement für Medien-Unternehmen hervor, um damit Nutzungsströme und Content-Performance zu messen. Die Koalition will Gesetzgeber über die Notwendigkeit und Funktion dieser Messung und deren Vorteile für die Gesellschaft informieren.

Ohne eine derartige Messung, so die WAN-IFRA, würden Medien-Unternehmen Wettbewerbsvorteile verlieren und die werbungtreibende Wirtschaft müsste darauf verzichten, die Effektivität ihrer Werbe-Investitionen zu eruieren. Medien-Unternehmen, die in nur sehr eingeschränktem Umfang in der Lage wären, die Performance ihrer Online-Angebot zu messen, um damit deren wirtschaftliche Tragfähigkeit zu ermitteln, würden in ihren digitalen Geschäft schweren Schaden davontragen.