Tor-Browser-Nutzung sprunghaft gestiegen.

Der als Pforte zum Darknet verbreitete Tor-Browser machte in den vergangenen Wochen wegen seines Privatsphäre-Schutzes einen Nutzungssprung.

Schematische Darstellung des Zwiebel-Prinzips des Datenverkehr-Verschlüsselungsprojektes Tor.  © MakeTechEasier.com

Der Tor-Browser - das Akronym Tor steht The Onion Routing - gewann seit vergangenem September in Deutschland viele neue Nutzerinnen und Nutzer. Der Anstieg wird vom Tor Project mit von 169.712 auf 506.793 Anfang November beziffert. Die Nutzung verdreifachte sich, wie eine Statista-Grafik zeigt.

© Statista - Tor Project
Hinter dem Browser steht ein Netzwerk, das für die Verschlüsselung von Verbindungsdaten, die für die Internet-Nutzung und das Instant Messaging genutzt werden, sorgt (siehe Bild). Der Name The Onion Routing spielt auf die Art an, wie Datenverkehr in dem Netzwerk verschlüsselt und anonymisiert wird. 

Der Browser und das Netzwerk sind üblicherweise die Einstiegswege in das Darknet. Dieser "Sichtschutz" für Datenverkehr und die von Tor vermittelte Privatsphäre dürfte nun auch Internet-Nutzer überzeugt haben, die sich einen solchen Schutz erwarten ohne damit auch gleich eifrige Darknet-Nutzer zu werden. 

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