Diskussionsrunde über Twitter in Wien: "Think before you tweet".

Die vier Experten sprachen beim OTSconnect-Branchenfrühstück über die Vorteile und Nachteile des Socialen Netzwerks Twitter, das vorallem von Redakteuren, JournalistInnen und Politiker zum Informationsaustausch genutzt wird.

Twitter bringt klare Vorteile, aber auch Nachteile mit sich: Moderator Alexander Raffeiner, Philipp Wilhelmer (APA - Austria Presse Agentur), Isabelle Daniel (Österreich), Martin Thür (ATV) und Peter Sempelmann (WirtschaftsBlatt) diskutierten über das Tweeten. © OTSconnect-Branchenfrühstück Werbeplanung.at

Beim heutigen OTSconnect-Branchenfrühstück im Radiokulturhaus wurden Chancen und Risiken der Social Media Plattform Twitter von Isabelle Daniel (Österreich), Peter Sempelmann (WirtschaftsBlatt), Martin Thür (ATV) und Philipp Wilhelmer (APA - Austria Presse Agentur) diskutiert. Durch das Thema führte Moderator Alexander Raffeiner.

In Österreich gibt es derzeit etwa 60.000 registrierte Twitteruser - 25.000 davon sind regelmäßig auf der Plattform aktiv. Vor allem Redakteure, JournalistInnen und Politiker tauschen sich in 140-Zeichen-Meldungen über Twitter über das nationale und internationale Tagesgeschehen aus.

"Think before you tweet." Eine goldenen Regel für alle sozialen Netzwerken, der auch Fernsehredakteur Martin Thür versucht zu folgen: "Man sollte gut überlegen und die Sinnhaftigkeit hinterfragen, bevor getwittert wird." Dies gilt besonders, wenn man als Unternehmen oder als Person mit Kritik konfrontiert wird: "Kritik kommt sowieso, egal über welchen Weg. Mittels Twitter erfahre ich es wenigstens", so Thür weiters.

Isabelle Daniel sieht Probleme der Twitter-Benutzung vor allem die mangelnde Überprüfbarkeit einiger Tweets als problematisch: "Besonders im Falle Libyen hat sich für mich die Diskrepanz von Vorteil und Nachteil von Twitter gezeigt: Einerseits waren wir quasi zu 99 Prozent von diesen Informationen abhängig, weil die Aktivisten nur über Twitter und Facebook kommunizieren konnten, andererseits hat man auch gesehen, wie viele Falschmeldungen da rauskommen."

APA-Redakteur Philipp Wilhelmer betrachtet Twitter als eine Quelle, wie andere Quellen auch: als Informationsstrom. Der Vorteil von Twitter liegt bei ihm vor allem dabei,"dass es schneller ist, die Informationen direkt vom Ort des Geschehens kommen und damit oft auch authentischer sind."

Peter Sempelmann sieht die sozialen Aspekte bei Twitter klar im Vordergrund: "Wer als Unternehmen kommuniziert, sollte in diesem Medium in jedem Fall die sozialen Aspekte in den Vordergrund stellen,". Weiters vergleicht er mit dem Wiener Naschmarkt: "Ich muss dort sein, und ich muss spannend sein,sonst verkaufe ich nichts."

 

 

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