NIKI-Krisen-Kommunikation von Möller PR.

NIKI-Insolvenzverwalter Lucas F. Flöther beauftragte Möller PR mit der Krisenkommunikation, der in ihrer Existenz bedrohten österreichischen Fluglinie.

Lucas F. Flöther ist zum vorläufigen Verwalter der NIKI-Insolvenz bestellt und versucht mittels Fire Sale von der in ihrer Existenz bedrohten österreichischen Fluglinie zu retten was noch zu retten ist. © Flöther & Wissing

Der Rechtsanwalt Lucas F. Flöther wurde am 13. Dezember, nachdem der Insolvenzantrag für die österreichische Fluglinie NIKI gestellt wurde, zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

© Möller PR
Flöther bestellte in weitere Folge wiederum die auf Krisen- und Insolvenzkommunikation spezialisierte Agentur Möller mit der Öffentlichkeitsarbeit, um das angelaufene Verfahren. Christoph Möller fungiert gegenüber Medien als Sprecher von Flöther in der Causa NIKI.  

Aus insolvenzrechtlichen Gründen ist das Unternehmen gezwungen, den Flugbetrieb mit 14. Dezember vollständig stillzulegen. Die betroffenen Kunden werden aktuell über ihre Möglichkeiten informiert. Parallel dazu läuft eine Rückholaktion über Partner-Airlines. Flöther versucht nun, den Geschäftsbetrieb durch einen Schnellverkauf, einem sogenannten Fire Sale, aufrecht zu erhalten. 

Flöther von der Kanzlei Flöther & Wissing erklärte am 13. Dezember: "Wir haben jedoch noch ein paar Tage Zeit, trotzdem einen Investor für NIKI zu finden". Der Antwalt teilte aus Berlin mit: "Ich werde umgehend Gespräche mit infrage kommenden Investoren aufnehmen, um einen möglichst großen Teil der Arbeitsplätze zu erhalten." Ein Verkauf würde dann nicht mehr über die Veräußerung der NIKI Luftfahrt GmbH und als Share Deal vollzogen, sondern über den Verkauf des Geschäftsbetriebs beziehungsweise von Teilen des Geschäftsbetriebs, einem sogenannten Asset Deal. "Ein Asset Deal hat für einen möglichen Käufer Vorteile, da eine solche Übernahme mit weniger Risiken verbunden ist", ergänzt Flöther.

Hintergrund:

Die Einstellung des Flugbetriebes erfolgt aufgrund der deutschen Insolvenz-Ordnung, die besagt: Nach einem Insolvenzantrag dürfen die Gläubiger der insolventen Gesellschafter nicht weiter geschädigt werden. Ohnehin verfügt NIKI über nicht mehr genügende Finanzmittel zur Fortsetzung des Flugbetriebs.

Mit der Einstellung des NIKI-Flugbetriebs verlieren alle ausgestellten und bezahlten NIKI Flug-Tickets ihre Gültigkeit. Nach vorliegenden Angaben wurden rund 350.000 Einzel-Tickets ausgestellt, die noch nicht abgeflogen worden sind. Hinzu kommen über 410.000 über Reiseveranstalter und Reisebüros gebuchte Flug-Tickets, die in der Regel aber noch nicht ausgestellt wurden. 

In den nächsten 14 Tagen (14.12. bis 27.12.2017) hatten knapp 40.000 Passagiere Flüge mit NIKI geplant. Von diesen Passagieren hatten rund 15.500 selbst gebucht, rund 25.500 über Reiseveranstalter und Reisebüros. Wurden die Flug-Tickets in einem Reisebüro oder als Teil einer Pauschalreise erworben, so sind diese in aller Regel über Reisesicherungsscheine versichert.

Fluggäste, die ihre Flug-Scheine selbst online erworben haben, sind in der Regel nicht versichert, können aber den Flugpreis nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens als Insolvenzforderung beim Insolvenzverwalter anmelden. Flöther bittet jedoch die betroffenen Fluggäste, ihre Forderung erst dann anzumelden, wenn sie dazu aufgefordert werden. Der Rechtsanwalt weist aber gleich auch darauf hin, dass angesichts der wirtschaftlichen Lage der Fluglinie, die Aussichten auf "eine nennenswerte Insolvenzquote äußerst gering sind". 

Die NIKI Luftfahrt GmbH beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter. Davon sind rund 210 Arbeitnehmer in Deutschland beschäftigt, rund 790 in Österreich.

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