Neue Browser-Funktionen bei Twitter.

Auf iPhone und iPad setzt Twitter jetzt auf Apples eigenen Browser Safari und ermöglicht somit den Usern, Werbung im Browser zu blockieren.

© Twitter

Nach der Ankündigung von Google, künftig unpassende Werbung im hauseigenen Browser Chrome zu blockieren, springt nun ein weiterer Player auf den Trend auf: Twitter. Der Kurznachrichtendienst rollt ein Redesign seiner Apps aus; und ein Teil dieses Relaunches ist, dass auf iOS-Geräten künftig von Twitter verlinkte Websites über den „Safari View Controller“ geöffnet werden – eine Funktion von Apple, mit der In-App-Browser von Drittanbietern ähnlich funktionieren wie der hauseigene Safari-Browser.  

Mit dieser Funktion können iPhone- und iPad-User wiederum Werbung auf Websites deaktivieren, indem sie auf den „Reader“-Modus des Browsers wechseln. Zudem hat Apple Anfang Juni angekündigt, dass man ebenfalls Adtracking-Technologie und Autoplay-Videos in Safari unterdrücken wolle. Die Werbung, die Werbetreibende direkt auf Twitter schalten, ist von dieser Änderung freilich nicht betroffen - sie wird dem User weiterhin ausgespielt.

Zwar dürfte der spezifische Schachzug von Twitter die Werbebranche relativ wenig treffen. „Werbetreibende sollten sich über mobiles Adblocking allgemein jedoch Sorgen machen“, sagt eMarketer-Analystin Nicole Perrin. Laut einer Prognose von eMarketer werden 2018 9,6 Prozent der US-amerikanischen Smartphone-User Adblocker verwenden, nach 7,9 Prozent im Jahr 2017.  

 

Stefan Mey
11. August 2017

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