Eine halbe Milliarde Euro für digitale Werbung.

In der jüngsten Focus-Werbebilanz zum Jahr 2017 wird das Volumen digitaler Werbung in Österreich mit 577 Millionen Euro beziffert.

Sabine Auer-Germann, Leiterin der Arbeitsgruppe Spendings im IAB Austria: "Das in Zusammenarbeit mit Focus neu geschaffene Level der Datenqualität zeigt einerseits, wie hoch der Aufholbedarf bei Digitalwerbung in Österreich ist, das im internationalen Vergleich noch immer überproportional print-dominiert ist." © Mindshare Austria

Focus und IAB Austria erarbeiteten für die soeben veröffentlichte Werbebilanz 2017 für Österreich ein Ergebnis, das, wie es heißt, "erstmals die heimischen Digital-Spendings valide und vollständig abbilde". Daher wurden im vergangenen Jahr in Österreich "geschätzte" 577 Millionen Euro in digitale Marktkommunikation investiert. Dieses Spending-Volumen macht im Gesamtkontext der Werbebilanz einen Marktanteil von 14 Prozent aus. 

© Focus - IAB Austria
Dieses Werbe-Investitionen entfallen wiederum zu 43,7 Prozent auf klassische Digitalwerbung, zu 23,2 Prozent auf Search Engine Advertising, zu 12,3 Prozent auf Instream-Video, zu 11,2 Prozent auf Social Media und zu 9,5 Prozent auf Mobile Marketing. 

Aus diesen Zahlen wiederum und konkret aus den Volumensanteilen für Search- und Social-Media-Werbung leiten Focus und der IAB Austria ab, dass "bereits mehr als ein Drittel der Digital-Spendings an Facebook, Google & Co abwandern". 

Dazu erklärt Sabine Auer-Germann, Leiterin der Arbeitsgruppe Spendings im IAB Austria: "Der erstmals darstellbare Wertschöpfungsabfluß an Digital-Giganten untermauert deutlich die gemeinsame Forderung des Online-Werbe- und anderer Branchen- sowie Kommunikationsverbände für eine rasche Einführung der digitalen Betriebsstätte, um faire Wettbewerbsbedingungen im heimischen Markt zu schaffen und den Digitalstandort Österreich nachhaltig abzusichern." 

© Focus - IAB Austria
Auf weiteren Wertschöpfungsabfluß deuten auch die Wachstumsprognosen für 2018 hin. Sie zeigen für die heimische Digital-Branche ein "durchwachsenes Bild, da die höchsten Zuwächse bei Facebook, Google & Co zu erwarten sind", die, wie im Nebensatz betont wird, kaum "Wertschöpfung und Steuern in Österreich leisten". Es wird erwartet, dass die Social-Media-Spendings heuer um 13,6 Prozent wachsen. Instream-Video könnte um 11,7, Mobile Marketing um 10,2 und klassische Digitalwerbung um nur 5,7 Prozent wachsen. 

Auch punkto Werbeattraktivität liegen jene beiden Kategorien mit den höchsten Erlösstrom-Abflüssen, Search und Social Media, gemeinsam an erster Stelle. Dahinter folgen ex aequo Mobile Marketing und Instream-Video-Werbung. Weniger attraktive Digitalwerbe-Gattungen sind das klassische Display-Geschäft, Newsletter-Werbung, E-Mail-Marketing sowie das Classifieds- und Directories-Business. 

"Durch die Kooperation mit dem IAB Austria stehen", erklärt Ronald Luisser, Focus-Geschäftsleiter, "erstmals vollständige und valide Daten zum österreichischen Digital-Werbemarkt zur Verfügung." Insbesondere die Ausweitung des Online-Melders auf Vermarkter und Publisher ist, wie er sagt, ein wesentlicher Faktor für die Hochrechnung und die Integration in die vorliegende Werbebilanz. 

 

Maggyone - Pixabay.com
07. Februar 2018

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