Digitale Werbung treibt gedrucktes Flugblatt in die Defensive.

Das gedruckte Flugblatt hat in Summe weniger Vorteile als dessen multifunktionale, digitale Pendants.

Sabine Auer, Chief Investment Officer Mindshare Austria: "Die Verschiebung der Produktkommunikation läuft immer mehr in Richtung digitaler Flugblätter." © Mindshare Austria

Die Schönheit gedruckter Flugblätter liegt im Auge der jeweiligen Betrachter. Manche Menschen wünschen dieser Produktkommunikation auf Papier ein baldiges Ende. Manchen prophezeien Flugblättern ein nahendes Ende. Voraussichtlich wird es gedruckte Flugblätter trotz ihrer Eindimensionalität und ihrer damit verbundenen Schwächen immer geben. 

Wogibtswas.at hat österreichische Werbe-Experten, die tendenziell über hohe digitale Expertise verfügen, nach den Zukunftaussichten gedruckter Flugblätter befragt und ob deren Rolle in Zukunft nicht eher von digitalen Medien eingenommen werden wird. Der Grund-Tenor dieser Experten fiel sehr einheitlich und zugunsten digitaler Angebote aus. Diese würden durch ihre technologischen Vorzüge überzeugen. Und Konsumenten suchen meist sehr gezielt nach Produkt-Aktionen und -Angeboten. Gerade in dieser Suche können digitale Informationsangebote ihre Stärken "besonders gut ausspielen". 

Sabine Auer, Chief Investment Officer von Mindshare Austria, stellt dazu fest: "Der Shift geht langfristig sicherlich in Richtung digitaler Flugblatt-Werbung. Wenn diese dann mit Location-based-Tracking verknüpft wird, sind Werbungtreibende in der Lage Konsumenten, im richtigen Bedarfszeitpunkt und vor Supermarkt-Regalen, direkt per Push-Nachrichten mit Rabatt-Aktionen anzusprechen". Sie verweist außerdem darauf, dass ebenso "Real-Time-Marketing einen entscheidenden Vorteil für Handelskunden bringe". 

Die Digital-Marketing-Expertin Karin Fauland meint dazu, dass "das sich ändernde Informations- und Medienverhalten ohnehin den Trend zur individualisierten und somit exakter ausgespielten, digitalen Werbung beschleunige". 

© Up to Eleven
Matthias Ruhri, Leiter des Mobile-Startups-Inkubators Up to Eleven, betont die Vorteile von digitalen Flugblättern: "Sie ermöglichen die schnelle, personalisierte und zielgruppenspezifische Ansprache von Konsumenten." 

Und Klaus Oberecker, Managing Partner von MindTake Research, stellt hierzu fest: "Der Entwicklung zu Digital als solches ist unausweichlich. So wie sich das Medien-Verhalten von Print, TV und Radio zu einem immer höheren Digital-Anteil verändert hat, wird sich auch die Nutzung von Flugblätter als Produktinformationsquellen in Richtung digitaler Kanäle verschieben." Für ihn ist das Tempo dieser Verschiebung vom Mehrwert der jeweiligen digitalen Angebote und Apps sowie von der Bereitschaft des Einzelhandels zur digitalen Transformation abhängig.

Oberecker erstellte für und gemeinsam mit Wogibtswas.at die Flugblatt-Studie, in der der Nutzungswandel dokumentiert und die Veränderungen vom gedruckten Flugblatt zur digitalen Produkt- und Preisbewerbung analysiert wird.  

 

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