Die digitale Zukunft aus Sicht der Kinder.

Wie prägt diese digitale neue Welt unseren Nachwuchs? Wired Consulting und die globale Kommunikationsberatung Hotwire haben diese Frage untersucht.

© RISC Software

Bereits die Kleinsten navigieren heute geschickt durch ihrer Eltern Smartphones, plappern unbekümmert mit Alexa und Siri und ärgern sich, wenn diese nicht wie Menschen reagieren. Technologie durchdringt alle Lebensbereiche, was für unsere Kinder völlig normal ist.

Wie prägt diese digitale neue Welt unseren Nachwuchs? Schadet sie ihm? Verleiht sie ihm vielleicht gar neue kognitive oder körperliche Fähigkeiten? Und wie wird Technologie das Kommunikationsverhalten verändern, im Privaten wie auch in Bezug auf das Marketing der Zukunft? Diesen Fragen hat sich Wired Consulting und die globale Kommunikationsberatung Hotwire im Report „Generation Alpha – die Konsumenten der Zukunft“ gewidmet.

Trend zur Superspezialisierung

Die Generation Alpha sind laut Sozialforscher Mark McCrindle all jene, die das Geburtsjahr 2010 oder später vorweisen können. Diese Generation wird in eine Welt hineingeboren, in der Technologie immer intelligenter wird, alles verbunden ist und physische und digitale Umgebungen verschwimmen. Im Auftrag von Hotwire recherchierte Wired Consulting die Standpunkte und Einschätzungen von Wissenschaftlern, Vordenkern in Technikunternehmen, Psychologen und weiteren Experten. Einige Ergebnisse:

  • Michael Merzenich, emeritierter Neurowissenschaftler an der Universität von Kalifornien und Pionier in der Gehirnplastizitätsforschung beobachtet einen Trend zur Superspezialisierung: Schon heute werde das Gehirn eines Individuums von einem engen Problembereich beherrscht. Dieser Trend werde sich für die Generation Alpha fortsetzen und durch kulturelle Veränderungen am Arbeitsplatz weiter vorangetrieben.
  • Ein Forscherteam des MIT Media Lab führte eine Pilotstudie durch, welche die Interaktion von Kindern mit künstlich intelligenten Geräten untersuchte. Die Forscher beobachteten, wie die Kinder die Geräte an ihre KI-Grenzen brachten, weil sie zunächst menschenähnliche Reaktionen erwartet hatten. Mark Palatucci, Mitbegründer und Chief Product Officer bei Anki, denkt, dass Roboter in den nächsten zehn Jahren mehr Persönlichkeit entwickeln und genauer auf Kontext und Umgebung reagieren können.
  • Bethany Koby, Mitbegründerin des Spielzeugherstellers Tech Will Save Us, glaubt, dass die Stimme als interaktives Medium das Spielverhalten von Kindern auf eine völlig neue Art und Weise beeinflussen wird. Bildschirme stellten eine Barriere zwischen Benutzer und Umgebung dar. Sprachschnittstellen machen Technologie auch für jüngere Kinder leichter zugänglich.

Wenn smarte Technologie erst einmal in allen Gegenständen steckt, ist theoretisch zu jedem Zeitpunkt auch eine Marketing-Interaktion möglich. „Die Gefahr ins Private einzudringen, massiv zu stören anstatt nur leicht zu nerven wie es heute oft passiert, steigt dabei immens“, so Florian Hohenauer, Geschäftsleiter Hotwire Deutschland. „Mehr noch als heute werden Marken daran arbeiten müssen, ein echtes Vertrauensverhältnis zu ihren Dialoggruppen aufzubauen, sodass diese den Kontakt erlauben. Vertrauen, Relevanz, Mehrwert – daran werden sich Marken in Zukunft messen lassen müssen.“

Technologie kann Marketer bei den neuen Herausforderungen unterstützen, so die Autoren von Wired Consulting. Datenanalyse und KI-basierte Tools helfen demnach bei der Suche nach der richtigen Zeit und dem richtigen Ort für die Interaktion mit Nutzern und geben Echtzeitempfehlungen. Chatbots mit künstlicher Intelligenz werden plattformunabhängigen Kundenservice zu jeder Tageszeit anbieten können. Sie führen ihre Nutzer zu den Inhalten, die am besten zu ihren Wünschen passen.

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