Der Reppublika-Portalvergleich: Kronen Zeitung vs. Der Standard.

Das MindTake-Researchtool Reppublika hat die beiden reichweitenstärksten Webservices (also Websites und Apps) heimischer Tageszeitungen von „Kronen Zeitung“ und „Der Standard“ untersucht und dabei interessante Ergebnisse zu Tage gefördert.

Bei der Average Use Time liegt die „Kronen Zeitung“ im März 2018 mit 4:45 Minuten vor dem „Standard“ mit 4:27 Minuten. © Screenshot / Fotomontage updatedigital.at

Die „Kronen Zeitung“ liegt demnach mit einer Reichweite von 38,4 Prozent, 2,37 Millionen Unique Users und 30,7 Millionen Visits im März 2018 auf Platz 16 der Reppublika Ratings+ für Österreich, während „Der Standard“ mit einer Reichweite von 34,9 Prozent, 2,16 Millionen Unique Users und 17,6 Millionen Visits auf Platz 21 zu liegen kommt. Auch bei der Average Use Time liegt die „Kronen Zeitung“ im März 2018 mit 4:45 Minuten vor dem „Standard“ mit 4:27 Minuten.

Krone.at und DerStandard.at sind im Osten stark

Sieht man sich die demografischen Daten an, wird augenscheinlich, dass die Altersstruktur der Leser der beiden Webservices recht unterschiedlich ist: Bei der „Kronen Zeitung“ ist die anteilsmäßig größte Altersgruppe mit 17 Prozent jene der 50- bis 59-Jährigen, während die anteilsmäßig größte Altersgruppe beim „Standard“ mit jeweils 19 Prozent jene der 20- bis 29-Jährigen sowie jene der 40- bis 49-Jährigen ist. Die Leser beider Tageszeitungsportale sind deutlich männlich: 58 Prozent der Krone.at-User und 59 Prozent der DerStandard.at-User in Männer. Was die Herkunft der jeweiligen Leser anbelangt, so kommen diese bei beiden Webservices eher aus dem Osten des Bundesgebiets. In den Bundesländern mit eigenen starken regionalen Tageszeitungsmarken wie Steiermark, Salzburg, Tirol und Kärnten performen „Krone“ und „Standard“ auch online nicht ganz so toll, wie in Wien (anteilsmäßig 26 Prozent „Kronen Zeitung“/30 Prozent „Der Standard“) oder in Niederösterreich (anteilsmäßig 17 Prozent „Kronen Zeitung“/19 Prozent „Der Standard“).

Standard-User weniger oft verheiratet

Beim Beziehungsstatus der User der beiden Portale sind deutliche Unterschiede zu erkennen: Die „Der Standard“-User sind zu 34 Prozent verheiratet und zu 26 Prozent Single, die „Krone“-User sind zu 42 Prozent verheiratet und zu 18 Prozent Single. Einigkeit herrscht hingegen bei der Autopräferenz: Jeweils 19 Prozent der Leser von Krone.at und DerStandard.at kutschieren in einem Volkswagen-Modell durch’s Leben. Interessant ist auch, dass die „Krone“-User ein tendenziell höheres monatliches Haushalteinkommen zur Verfügung haben, als die „Standard“-User: 25 Prozent der Krone.at-User stehen 2.500 auf 3.500 Euro monatlich zur Verfügung, bei den DerStandard.at-Usern sind dies 22 Prozent. Was die Haushaltgröße anbelangt, so leben 32 Prozent der DerStandard.at-User in einem Zweipersonenhaushalt – unter den Krone.at-Usern sind dies 41 Prozent.

Kleine, feine Unterschiede bei Lesern der beiden Webservices

Nimmt man die anstehenden Kaufabsichten ins Visier, erkennt man, dass 34 Prozent der DerStandard.at-User und 30 Prozent der Krone.at-User in den kommenden zwölf Monaten Renovierungsmaßnahmen setzen wollen, 43 Prozent (Krone.at) bzw. 44 Prozent (DerStandard.at) an den Erwerb neuer Möbel denken und 36 Prozent (DerStandard.at) bzw. 31 Prozent (Krone.at) einen neuen PC kaufen wollen. 23 Prozent der DerStandard.at-User nutzen Netflix, unter den Krone.at-Usern sind es nur 19 Prozent. 37 Prozent der DerStandard.at-User haben mit Video-on-Demand-Anbietern gar nichts am Hut, unter den Krone.at-Usern sind es gar 40 Prozent. Der Lieblingssupermarkt für Lebensmittel ist für beide Nutzergruppen Hofer (64 Prozent „Der Standard“ bzw. 63 Prozent „Kronen Zeitung“). 32 Prozent der DerStandard.at-User und 30 Prozent der Krone.at-User shoppen mehrmals im Monat online. Und: 65 Prozent der Krone.at-User hören täglich Radio, unter den DerStandard.at-Usern tun dies immerhin auch 59 Prozent.

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