Christoph Lückl, zcircle.: „Leseliebhaber abholen, wo sie vor allem eines haben: Zeit zu lesen".

Christoph Lückl, Projektverantwortlicher bei zcircle. und Manager Business Development bei moodley brand identity, spricht im Interview über das B2B-Modell der App

Christop Lückl, Projektverantwortlicher bei zcircle., erklärt: „zcircle. möchte in erster Line dem Kunden/Abonnenten als Kommunikations-plattform zur Verfügung stehen um somit sehr zielgerichtet in eigener Sache Botschaften vermitteln zu können." © moodley brand identity

Werbeplanung.at: Tageszeitungen wie die „Kleine Zeitung“ oder etwa auch das „Wirtschaftsblatt“ stellen ihre Inhalte auch auf ihren jeweiligen Webseiten zur Verfügung. Wieso sollten User gerade für diesen Content eine App nutzen?

Christop Lückl: Bei zcircle. können die User neben den Tageszeitungen auch auf zahlreiche Top-Magazine wie „Der Spiegel“, das „Seitenblicke Magazin“ oder „Profil“ zugreifen. Zudem sind bei uns die Originalausgaben der Tageszeitungen als PDF abrufbar. Für deren Lesbarkeit wurde zudem eine auf den Text reduzierte Leseansicht entwickelt. Außerdem ist kein, eventuell kostenpflichtiges, WLAN notwendig. Das schnelle Navigieren zwischen vielen unterschiedlichen Medien in der App ist auch hervorzuheben.

Werbeplanung.at: Wie unterscheidet sich Ihrer Meinung nach das Angebot von zcircle. gegenüber anderen Anbietern von verlagsübergreifenden Content-Modellen?

Lückl: zcircle. ist vor allem als B2B-Modell ausgerichtet. Abonnenten (zum Beispiel Cafés, Friseure, Ärzte, etc.) stellen Kunden in ihren Räumlichkeiten digitalen Content als Service kostenfrei zur Verfügung. Die Kunden können Magazine und Tageszeitungen kostenfrei in der zcircle. App auf Smartphone und Tablet konsumieren, so lange sie sich in den Geschäftsräumen der zcircle.-Abonnenten befinden. Technisch umgesetzt wird zcircle. mit Hilfe von Beacons und der Bluethooth-Funktion der Smartphones. In der Testphase ist es aber möglich, alle Inhalte 30 Minuten lang unabhängig vom Standort zu genießen.

Werbeplanung.at: Welche Kernzielgruppe möchten Sie mit zcircle. ansprechen?

Lückl: Primärer Fokus ist natürlich, Leseliebhaber an jenen Orten abzuholen, wo sie tendenziell vor allem eines haben: Zeit zu lesen. Aber ebenso wichtig ist es, Betreibern von Cafés, Hotels, Fitnessstudios, Spitälern etc. zu zeigen, dass sie durch die kostenlose Bereitstellung von digitalem Content den Servicelevel für ihre Kunden enorm steigern können – und damit auch die Verweildauer positiv beeinflussen können. Für Verlage eröffnet sich die Möglichkeit, mit ihrem digitalen Content Einnahmen zu lukrieren. Neben dem funktionierenden Ökosystem ist somit bereits ein Markt vorhanden, der intensiv nach einer Lösung sucht.

Werbeplanung.at: Mit zcircle. sollen Werbetreibende zielgenau ihr Publikum erreichen. Arbeiten Sie diesbezüglich mit einem Vermarkter zusammen oder wird die Vermarktung intern übernommen?

Lückl: zcircle. möchte in erster Line dem Kunden/Abonnenten als Kommunikations-plattform zur Verfügung stehen um somit sehr zielgerichtet in eigener Sache Botschaften vermitteln zu können. Hinter zcircle. steht einerseits die CodeFlügel GmbH, die als innovativer Partner für die technische Umsetzung der Idee verantwortlich war – mit moodley brand identity andererseits aber auch eine mehrfach international ausgezeichnete strategische Designagentur. Ich meine also, wir hätten die Kompetenzen im Haus.

Werbeplanung.at: zcircle. verkürzt die Wartezeit an öffentlichen Orten, so etwa dem Grazer Flughafen. Neben der Zeitung trinkt der Österreicher unter anderem gerne seinen Kaffee. Gibt es Überlegungen beziehungsweise bereits Kooperationen mit Unternehmen für Gutschein- oder Rabattaktionen?

Lückl: Natürlich. Neben dem Flughafen Graz läuft der Testbetrieb für zcircle. ja auch in allen McDonald’s Filialen in Graz und Umgebung. In einem der nächsten Entwicklungsschritte der App ist es angedacht, Gutscheine beim Betreten der Filialen über die zcircle. App an die User pushen zu können. Durch den Einsatz von Beacons ist es sehr leicht möglich, punktgenau zielgruppenspezifische Werbung in der App zu schalten. In diesem Bereich sehen wir für die Zukunft sehr großes Potenzial.

Werbeplanung.at: Nach dem dreimonatigen Testbetrieb wollen Sie mit zcircle. international durchstarten. Welche Länder werden die ersten Zielmärkte sein?

Lückl: Aktuell sind wir bereits in Gesprächen mit Interessenten aus Deutschland und der Schweiz. Nicht zuletzt aufgrund der nicht vorhandenen Sprachbarrieren sind dies natürlich die primären Zielmärkte für das Roll-Out. Außerdem sind auch die Fühler für potenzielle strategische Investoren ausgestreckt, um die globale Internationalisierung voranzutreiben.

Stux - Pixabay.com
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