Ad Spend Forecast: Österreich ab 2018 weltweit unter Top zwölf der Digital Performer.

Dentsu Austria veröffentlicht die Studie „Ad Spend Forecast" halbjährlich im Frühjahr und Herbst

Andreas Weiss, CEO Dentsu Austria: „Im österreichischen Werbemarkt steigen die Digital- Ausgaben heuer um 13,6 Prozent – mit Mobile als großem Treiber." © Dentsu Austria

Mit dem globalen Werbemarkt beschäftigt sich die nun veröffentlichte Studie „Ad Spend Forecast“ von Carat, einer Agentur der Dentsu-Austria-Gruppe. Demnach verzeichnen weltweite Werbeausgaben im laufenden Jahr 2016 ein Wachstum von 4,5 Prozent auf insgesamt 538 Milliarden US-Dollar, auch 2017 soll es zu einem Plus von 4,5 Prozent kommen. Österreichische Firmen, beispielsweise, investieren heuer zwei Prozent mehr Geld in Werbung. Grund für die starken Werbespendings sind die Übertragungen der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich, der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro sowie der US-Präsidentschaftswahlen.

Andreas Weiss, CEO Dentsu Austria: „Im österreichischen Werbemarkt steigen die Digital- Ausgaben heuer um 13,6 Prozent – mit Mobile als großem Treiber. 2018 wird Österreich unter jenen Top-zwölf-Märkten weltweit sein, in denen der Großteil des Werbebudgets auf Digital entfällt. Dennoch bleiben wir vorerst ein Printmarkt, trotz spürbaren Rückgangs und Drucks auf die Werbeausgaben. Dahinter folgt immer noch TV mit einem konstanten Anteilswert von rund 20 Prozent.“

Digital ist medialer Wachstumsmotor

Ein besonders starkes Wachstum um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr kann der gesamte Digitalbereich: Mobile (+37,9 Prozent), Online-Video (+34,7 Prozent) und Social Media (+29,8 Prozent). Für das Jahr 2017 wird der Marktanteil digitaler Medien, nach einer weiteren Steigung um etwa 14 Prozent, bei 29 Prozent liegen. Werbespendings werden in diesem Bereich somit 161 Milliarden US-Dollar ausmachen.

© Carat Advertising Expenditure Report – März 2016

Auch hierzulande ist ein weiterer digitaler Initiator Programmatic Buying. „Für heuer prognostiziert der Carat Ad Spend Forecast in Österreich ein programmatisches Wachstum von 84,4 Prozent, für 2017 gar ein Plus von 105 Prozent. Der Grund: Planung und Einkauf werden neu definiert. Und alle – Marken, User, Publisher, Agenturen – werden davon profitieren. Der einzelne Konsument steht im Fokus, nicht das Werbeumfeld. Er sieht zunehmend Werbung, die für ihn persönlich relevant ist, im Gegenzug reduziert sich die Quantität. Werbekampagnen werden leichter durchführbar und messbar und ermöglichen einen höheren Return-on-Investment“, erklärt Weiss.

2016 können alle Märkte ihre Ausgaben vermehren: Westeuropa um 3,1 Prozent, Nordamerika um 4,6 Prozent, Asien-Pazifik um 4,4 Prozent und am deutlichsten Lateinamerika um 10,5 Prozent. Der Trend wird sich 2017 in allen Regionen halten, auch in Zentral- und Osteuropa, da von einer Stabilisierung von Russlands Wirtschaft ausgegangen wird. Als stärkste Länder europaweit gelten heuer UK und Spanien. Während TV mit 41,4 Prozent am weltweiten Werbemarkt am stärksten bleibt, gehen Werbeausgaben im Printbereich weiter zurück. Einen jährlichen Kostenanstieg wird es indessen für alle anderen Medien geben: Out-of-Home +3,4 Prozent, Radio +2,2 Prozent, Kino +2,8 Prozent 2016.

Sissi Furgler Fotografie
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