Wearables-Markt steht still.

In Österreich kommen Wearables nicht von Fleck. Deren Nutzung ist von nicht erkennbarer Alltagsrelevanz und der Skepsis wegen Datenmissbrauchs geprägt.

Smartwatches sind praktisch. An ihrer Alltagsrelevanz scheiden sich die Geister in Österreich. Im Hintergrund schwebt über diesen Uhren und dem gesamten Segment Wearables das Datenmissbrauch-Gespenst. Dieser Markt bewegt sich in Österreich sehr langsam.  © namair - Pixabay.com

Das Weihnachtsgeschäft läuft. Der richtige Zeitpunkt, um sich mit Smartwatches, Datenbrillen, Fitness-Armbändern, etc. selbst oder Mitmenschen zu beschenken ist gekommen. Doch sie stellen ein Nischenprogramm im Consumer Electronics-Markt in Österreich dar. 

Die Marktforschung von Integral für den Austrian Internet Monitor (AIM) zeigt, dass über Wearables gerne gesprochen wird, die Endgeräte aber dann doch in den Läden liegenbleiben. Selbst in der Trend-Zielgruppe der Digitalen Individualisten, so die Integral-Marktforscher, ist das Potenzial in den vergangenen zwölf Monaten "zwar leicht gestiegen, doch sieht sogar diese, gegenüber Innovationen aufgeschlossene Gruppe noch nicht die zündenden Vorteile dieser Geräte".

Integral ortet für Wearables zwei Problemzonen: ihre Alltagsrelevanz und die Ambivalenz ausgelöst durch die Skepsis wegen etwaigen Gefahren zum Datenmissbrauch. Punkto Convenience haben die Endgeräte dagegen schon überzeugt. 

Wo könnten Wearble-Anbieter aus Sicht von Integral ansetzen, um das Geschäft damit in Österreich anzukurbeln: Ein möglicher Benefit, heißt es zu den diesbezüglichen AIM-Ergebnissen, könnten "finanzielle Anreize, beispielsweise für freiwillig bereitgestellte Daten sein". Die Akzeptanz hierfür ist, im Vergleich zu 2016, gestiegen. Gleichzeitig werden auch Datenschutz- und Gesundheitsbedenken geringer.

© Integral
Das permanente Tragen von Smartwatches, Fitness-Armbändern & Co wird jetzt nicht als entscheidender praktischer Vorteil erkannt. Permanentes Tragen hat sich bei Teenagern am deutlichsten durchgesetzt. Dort wurden sie, so Martin Mayr, Mitglied der Integral-Geschäftsleitung, zu einer Selbstverständlichkeit. Die ständige Verfügbarkeit ist also zu einem schwachen Argument für die Endgeräte geworden. Mayr: "Nutzer hinterfragen den praktischen Benefit immer stärker und erhalten bislang noch zu wenig überzeugende Antworten." 

Implantierte Chips stoßen zwar auf Interesse werden aber mehrheitlich mit Skepsis beäugt. Auch von Digitalen Individualisten, die bereits sind sich auf jegliche Entwicklung in diesem Bereich einzulassen. 

Die Angst vor Datenmissbrauch besteht weiterhin auch wenn Konsumenten aus Covenience-Gründen Möglichkeiten, dass Spuren und Wege des privaten, digitalen  Nutzungsverhalten in falsche Hände gelangen könnten, in Kauf nehmen. 

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