VR: Das Medium für die „besonderen“ Einblicke.

Der ORF und Greenpeace Österreich haben sich als zwei der ersten heimischen Unternehmen mit Virtual Reality beschäftigt und wollen damit in erster Linie Emotionen wecken

Auch der ORF investiert in die VR-Technologie und bringt sie zum Beispiel bei Fußball-Ländermatches zum Einsatz. © ORF

Knapp zwei Millionen Views hat das Video des ORF auf YouTube, bei dem man sich gemeinsam mit einem Skifahrer über die legendäre Streif hinunterstürzen kann. Das Besondere daran: Die Virtual-Reality-Technik macht es möglich, dass man sich währenddessen – im Gegensatz zu Hannes Reichelt und Co. – einfach mal zwischendurch umdrehen kann. Neben Kitzbühel und dem Nachtslalom in Schladming setzte der ORF die 360-Grad-Technologie auch bei Fußball-Ländermatches und in der Berichterstattung zur Bundespräsidentenwahl ein; Kulturprojekte sollen im Laufe des Jahres folgen, erzählt Michael Götzhaber, Direktor für Technik, Online und neue Medien des ORF. Die Technologie sei vor allem für „besonders interessierte Zuseher“ zugeschnitten, denen man „ganz besondere Einblicke und vertiefende Angebote“ liefern möchte. Für Götzhaber ist klar: „Ganz eindeutig sind VR und 360-Grad-Video kein bloßer Gag, der rasch in der Versenkung verschwinden wird. Wenn man sieht, wie stark sich Facebook, YouTube und andere Major Player bei diesen Themen engagieren, wird klar, dass das auch für traditionelle Broadcaster eine wichtige Entwicklung darstellt.“

Für eine Kampagne zum Schutz des Amazonas-Regenwaldes setzt Greenpeace Österreich zum ersten Mal Virtual Reality ein. „Neue geplante Megastaudämme bedrohen Teile des Amazonasgebietes, vor allem einen der letzten fast noch unberührten Seitenflüsse des Amazonas – den Tapajós-Fluss“, klärt Amazonas-Sprecher Lukas Meus von Greenpeace CEE in Österreich auf. Im Mai schickte die Umweltorganisation deshalb ein Filmteam in den Regenwald, das mit 360-Grad-Aufnahmen zurückkehrte. „Wir haben mit dem Filmmaterial die Möglichkeit, den Zusehern das Gefühl zu vermitteln, sie selbst befänden sich gerade mitten im Regenwald. Wir hoffen, dass dies bei den Betrachtern ein viel tieferes und emotionaleres Verständnis für die Situation vor Ort hervorruft“, beschreibt Eva Pell, zuständig für das Digital Storytelling bei der Umweltorganisation. Aus ihrer Erfahrung rät sie Unternehmen, „mit auf VR spezialisierten Agenturen zusammenzuarbeiten, die bereits Erfahrung mit der Dramaturgie, der Aufnahme und der Nachbearbeitung haben und die auch mit dem Setting für die Präsentation von VR-Videos vertraut sind“. 

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