Tunnel23 lanciert Awareness-Kampagne für die ISPA gegen geplante EU-Urheberrechtsreform.

Gegen Zensur im Internet: Die geplante Urheberrechtsreform der Europäischen Union sorgt für heftige Kritik. Zahlreiche Experten befürchten, dass die geplanten Maßnahmen die Meinungsvielfalt und Kreativität im Netz einschränken. Um die Gefahren der geplanten Reform aufzuzeigen, hat der Verband der österreichischen Internetwirtschaft ISPA (Internet Service Providers Austria) in Zusammenarbeit mit der digitalen Kreativagentur TUNNEL23 eine umfassende Awareness-Kampagne gestartet.

© Tunnel 23

Das EU-weite Urheberrecht im Internet gilt mittlerweile als veraltet. Die seit dem Jahr 2001 nur geringfügig geänderten Bestimmungen stammen aus einer Zeit, in der es keine sozialen Netzwerke oder Video-Plattformen gab. Anpassungen der Rechtsgrundlage sind daher dringend notwendig, doch die nun geplante Urheberrechtsreform der Europäischen Union geht vielen Experten zu weit. Von Seiten der Forschung, der Zivilgesellschaft, aber auch der Wirtschaft wird nun befürchtet, dass durch die Vorhaben die Grenzen zwischen Kontrolle und Zensur verschwimmen. Dadurch verliert das Internet eines seiner wichtigsten Grundprinzipien: die Grenzenlose Vielfalt an Meinungen und Kreativität. Der Verband der österreichischen Internetwirtschaft ISPA (Internet Service Providers Austria) hat eine umfassende Kampagne ins Leben gerufen, um auf diese Gefahren aufmerksam zu machen. Für die gesamte Konzeption und Umsetzung des digitalen Multichannel-Auftritts zeichnet die digitale Kreativagentur TUNNEL 23 verantwortlich.

Der Schutz Einzelner darf nicht zur Zensur aller werden

Doch wo genau liegen nun die Gefahren der geplanten EU-Reform? Die Bedenken der Interessenvertretung ISPA richten sich vor allem gegen den Artikel 11, durch den selbst für die Verwendung kleinster Textpassagen Lizenzgebühren anfallen würden, sowie den Artikel 13, der die Urheberrechtsprüfung auf sämtlichen Online-Plattformen vorsieht. Artikel 11 hätte zur Folge, dass Suchmaschinen und News-Aggregatoren de facto nicht mehr auf Beiträge verlinken dürften. Dadurch können kleinere Publikationen nur mehr schwer gefunden werden, während große Medienhäuser ihre Marktanteile weiter ausbauen. 

Ebenso problematisch sind die Folgen von Artikel 13: Hier sollen zur Prüfung von Urheberrechtsverletzungen Upload-Filter zum Einsatz kommen. Diese sind jedoch nicht nur teuer, sondern auch fehleranfällig und blockieren jeden verdächtigen Inhalt wie etwa Satire, Zitate und Remixes. Gleichzeitig verfügen nur einige große Unternehmen über derartige Technologie und würden somit kleinere Anbieter oder Einsteiger in den Markt unter Druck setzen.

Digitalkampagne warnt vor Zensur im Internet

Die digitale Kreativagentur TUNNEL23 begleitete für die ISPA die gesamte Kampagne – von der ersten Konzeption bis hin zur Videoproduktion und der Mediaberatung. Die umfassende Digitalkampagne – bestehend aus Video-, Social Link-Ads und Bannern – wurde österreichweit auf allen wichtigen sozialen Medien sowie in ausgewählten Displaynetzwerken und Portalen ausgespielt.

„Als Interessenvertretung der heimischen Internetwirtschaft möchten wir ein Bewusstsein für die Gefahren der geplanten EU-Urheberrechtsreform schaffen. Das Team von TUNNEL23 ist mit seiner Digitalexpertise der ideale Partner für diese Kampagne, um dieses komplexe Thema verständlich für eine breite Zielgruppe darzustellen“, erklärt ISPA Generalsekretär Maximilian Schubert.

„Das Internet lebt von Kreativität und Meinungsvielfalt. Als digitale Kreativagentur stehen wir hinter diesen Werten und freuen uns, die ISPA bei ihrer Initiative zu unterstützen“, so Diego del Pozo, Geschäftsführer TUNNEL23.

Kreativteam/ Credits:

TUNNEL23
Etat Director: Claudia Pisch
Beratung: Karin Bauer
CD: Tobias Federsel
Konzept: Simone Salomon, Wanja Bierbaum
AD: Benjamin Vasek
AD Animation: Adam Tubak

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