Siri, Alexa und Co: Ungenutzte, bekannte Helfer.

Digitale Sprachassistenten genießen Österreich fast schon hohe Bekanntheit. Dass das kein Garant für Nutzung ist, zeigt ein aktueller Trendmonitor.

Amazon Alexa, Apples Homepod und Google Home, ausgerüstet mit digitalen Sprachassistenten, verfügen in Österreich zwar über Bekanntheit und auch messbarer Nutzung. Aber ob die Hardware mit den Sprach-Assistenten in Österreich in welchem Zeitraum auch Massenmarkt-Charakteristik aufweist, steht in den Sternen. © PCMag.com

Apple ist mit Siri, Amazon mit Alexa, Google mit dem unkreativ und schmucklos benannten Assistant, Microsoft mit Cortana, Samsung mit Bixby und T-Mobile mit Tinka auf dem Markt digitaler Sprachassistenz aktiv. Ihre Bekanntheit reicht, wie der von Integral und dem IAB Austria gemeinsam veröffentlichte Trendmonitor zur Nutzung dieser Services zeigt, von hoch bis kaum wahrnehmbar. 

Siri kommt in Österreich auf 63, Alexa auf 62, Assistant auf 38 Prozent Bekanntheit. Die Nutzung dieser drei Services liegt derzeit bei 14 (Siri), 11 (Assistant) und 4 (Alexa) Prozent. Cortana, Bixby und Tinka kommen gerade noch auf ein Prozent. Und deren Wahrnehmung liege, heißt es dazu, "knapp an der Wahrnehmungsgrenze". 

Integral befragte zu Nutzung und Bekanntheit digitaler Sprachassistenten in Österreich 1.000 Menschen. 82 Prozent sind zumindest "ein Sprachassistent" und bei Männer und Frauen gleichermaßen bekannt. Unter 14- bis 19-Jährigen ist deren Bekanntheit mit 94 Prozent am höchsten. Je älter die Befragten werden, desto mehr sinkt die Bekanntheit von Siri, Alexa, Cortana & Co. Die Untergrenze liegt aber bei immerhin beachtlichen 55 Prozent. Und das unter 70-jährigen Menschen in Österreich. 

Ähnlich verhält es sich mit der Nutzung. Im Schnitt werden Sprach-Services von 27 Prozent in Österreich verwendet. Den höchsten Nutzungswert haben sie mit 40 Prozent unter 14- bis 19-jährigen Menschen. Dann fällt sie erwartungsgemäß. 37 Prozent der selbständig Erwerbstätigen und 24 der leitenden Angestellten bedienen sich dieser Dienste. 

Genutzt werden Sprach-Assistenten zur Informationssuche (18 Prozent), zum Aufrufen von Kontakten (14 %) und zur Bedienung von Navigationssystemen (9 %). Sowie zur Musik-Auswahl, dem Verfassen von Nachrichten, Termin-Verwaltung, Vorlesen von Texten, Online-Shopping, Mobile Payment und Smart-Home-Steuerung.

Nach Sinus-Milieus betrachtet, begeistern Siri und Alexa die Performer, die von Effizienzstreben, Erfolgsorientierung und Technik-Affinität geprägt sind. Aber auch Etablierte, Adaptiv-Pragmatische und Hedonisten machen sich diese digitalen Dienste zunutze. Die Digitalen Individualisten stehen den Sprach-Helfern eher skeptisch gegenüber. Dort kommen sie auf 21 Prozent Nutzung. Während sie in den zuvor genannten Sinus-Milieu-Segmenten auf 26 bis 36 (Performern) kommen. 

Die Zukunft digitaler Sprach-Assistenten in Österreich ist eher vage. Ihr Alltagsrelevanz nicht ausreichend ersichtlich. 

© Russmedia Digital
Der IAB Austria-Präsident André Eckert attestiert ihnen jedoch Potenzial für die werbungtreibenden Wirtschaft. Sie würden einen Zugang zu technikaffinen Konsumenten sein, erklärt er. Und ausgestattet mit Künstlicher Intelligenz würde deren Nutzung "deutlich zunehmen" ist sich Eckert sicher. 

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