Plattform „Initiative neuer Markt Wiener Börse“ geht an den Start.

Die neue Plattform soll den heimischen Kapitalmarkt wiederbeleben und gemeinsame Interessen bündeln.

Das Logo der neuen Initiative © INM

Die Plattform „Initiative neuer Markt Wiener Börse“  hat sich zum Ziel gesetzt, auch „Early Adopter Ansätze“ ins Gespräch zu bringen. „Nur durch die Bündelung gemeinsamer Interessen, schaffen wir es den Wiener Börseplatz wieder zu einer wichtigen internationalen Konstante zu machen“, heißt es dazu von den Initiatoren.

Börseplätze für junge Tech-Firmen

Ein florierendes Start-Up Environment funktioniere nur, wenn junge Tech-Firmen einen Börseplatz zu Verfügung haben, an dem sie - anstatt sich rasch an den erstbesten Old-Economy-Konzern verkaufen zu müssen, damit die Pre-Seed-Investoren nicht ganz abgebrannt im Regen stehen gelassen werden - frisches Kapital mit nennenswerten Summen holen können. Nur so lassen sich wirtschaftlich nachhaltige Tech-Firmen mit echter Substanz, wie Google, Facebook, Amazon – so man das überhaupt möchte - auch in Europa aufbauen.

Für die Gründerin der Plattform, Petra Augustyn, ist es das klare Ziel, dementsprechende Ökosysteme auch für StartUps und KMUs in Österreich zu schaffen – ohne sofort in die USA, Deutschland etc. auswandern zu müssen: „Kleine Länder, wie Österreich haben den Vorsprung der raschen Anpassungsfähigkeit. Wir sind flexibler, können auch gesetzliche Rahmenbedingungen auf politischer Ebene schneller durch- und umsetzen als etwa die USA oder Deutschland. Mit Mut und der Bereitschaft, auch einmal entgegengesetzte Strömungen aufzugreifen und nicht immer das nachzumachen, was uns beispielsweise Deutschland vorgibt, schafft man sich in Zukunft nachhaltig wirtschaftliche Bedeutung, vor allem im Tech-Bereich“, so Augustyn. An den Forschern hier im Lande und an der Bereitschaft der Menschen den Schritt ins Unternehmertum zu gehen, liege es nicht. „Die Öffnung der Börse ist ein erster, wichtiger Schritt in die richtige Richtung, vor allem jetzt da durch den Brexit und den weiteren politischen Stillstand in Deutschland sich ein ‚window of opportunities‘ für Länder wie Österreich auftut“, so die Gründerin von ktschng.com.

Keine Finanzierung durch Steuergelder

Wesentlich ist es für Augustyn, den Weg an die Börse für KMUs und Tech Start-Ups einfacher zu machen und somit die Börsekraft auf internationales Niveau zu heben. „Das würde zudem den staatlichen Fördertopf - speziell für technologiegetrieben neue Unternehmungen - entlasten, da es für einen Standort wie Österreich unmöglich sein kann, dass erste Finanzierungsrunden anstatt von Investoren und dem Kapitalmarkt durch Steuergelder ermöglicht werden.“

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