„Vergrößerung der virtuellen Verkaufsfläche durch .wien-Domain“.

Marcus Hofer, Geschäftsführer und Domain-Gutachter bei internetdomains.at (bald internetdomains.wien), dem exklusiven Vertriebspartner der punkt.wien GmbH für das Segment Premium-Domains, im Interview über .wien und andere Top Level Domains.

Marcus Hofer, Geschäftsführer von internetdomains.at: „Der multidimensional denkende Entscheider drängt eher auf den Ankauf einer Keyword- bzw. Premium-Domain.“ © Marcus Hofer Werbeplanung.at

Werbeplanung.at: Für welche Art von Unternehmen und Organisationen macht eine .wien-Domain Sinn?

Marcus Hofer: Da wir uns als Vertriebspartner der punkt.wien GmbH vorwiegend mit oft nachgefragten Suchbegriffen beschäftigen, können wir eindeutig sagen, dass eine gute Keyword-Domain unter der Endung .wien für jeden Sinn ergibt, der das Internet als Präsentationsfläche und zur Kundengewinnung sowie Kundenpflege nutzen möchte. Beginnend vom Medienprofi bis hin zum Schönheitschirurgen, jeder, der mehr und gezielter im Großraum Wien verkaufen und präsent sein möchte ist mit .wien-Domains bestens beraten. Die meisten Kunden vergrößern ihre virtuelle Verkaufsfläche durch zusätzliche .wien-Domains.

Werbeplanung.at: Die Vermarktung der .wien-Domains ist im Frühjahr angelaufen. Wie entwickelt sich das Geschäft? Sind .wien-Domains ein Renner?

Hofer: Die Sicherungsphase für Markenrechtsinhaber hat im Frühjahr 2014 begonnen und hat, laut Geschäftsführung der punkt.wien GmbH, die Erwartungen erfüllt. An den aktuellen Vorbestellungen für .wien-Domains sieht man, dass es eine der wirkungsvollsten lokalen Domain-Endungen, gemessen am Einwohner-Verhältnis, werden wird. Die WieneInnensind offenkundig stolz Wiener zu sein und kennen den Wert ihrer Stadt. Zusammengefasst kann gesagt werden, dass .wien-Domains ganz klar bereits ein Renner sind und man sich schon wirklich beeilen sollte, um die besten Domains zu bekommen.

Werbeplanung.at: Welche Art von Unternehmen oder Institutionen sind es vornehmlich, die sich eine .wien-Domain sichern?

Hofer: Es gibt keine spezifischen Cluster über Branchen oder Unternehmensgröße, die einen eindeutigen Trend erkennen lassen würden. Jedoch sind es Menschen, die sich nicht auf dem aktuellen Erfolg ausruhen oder sich auf bestehendes Marketing alleine verlassen, sondern eher zukunftsorientiert sind. Der multidimensional denkende Entscheider drängt eher auf den Ankauf einer Keyword- bzw. Premium-Domain. Internetadressen sind nicht nur ein Online-Marketing-Tool für ein besseres Suchmaschinenranking, sondern konsequent umgesetzt sind Keyword-Domains auch ein Tool für Image, Vertrieb und Offline-Marketing. Zum Beispiel als unübersehbares Statement auf einer Visitenkarte, leicht merkbar auf Plakaten, prägnant bei Print und effektiv bei kurzen Spots.

Der richtige Domainname beschreibt die eigene Dienstleistung oder das eigene Produkt kurz, präzise, mit einem einfach zu merkenden und im gewöhnlichen Sprachgebrauch vorkommenden Wort.

Was erwarten Sie sich, wenn Sie irgendwo der Domain www.juwelier.wien begegnen? Genau, alles was bei einem Juwelier zu finden sein wird. Eine derart prägnante Domain steht allein mit ihrem Namen für den Inhalt. Besser geht’s doch gar nicht, um bei der Flut an täglichen Internetadressen sogar im Vorbeigehen im Gedächtnis der potenziellen Kunden zu bleiben. Es gibt Studien welche belegen, dass oft verwendete Wörter als Internetdomains leichter gemerkt werden können und auch noch nach Tagen wirksam sind. So einen Begriff kann aber nur von einem Inhaber genutzt werden. Glücklich jener Juwelier, für welchen die Domain www.juwelier.wien künftig im Internet exklusiv mit „ihrem guten Namen“ stehen wird.

Werbeplanung.at: Vermutlich werden mit der standortrelevanten Google-Suche Websites mit .wien-Domains vor Websites mit .at-Domains gelistet. Ist das für Sie ein gewichtiges Verkaufsargument?

Hofer: Sollte Google seinen eigenen Vorgaben folgen und das relevanteste Suchergebnis für den User an oberster Stelle präsentieren, wäre es einer von vielen Vorteilen einer guten Internetdomain unter der Endung .wien. Es gibt die logische Annahme des „Quadruple Match“, dem Vierfach-Treffer. Nehmen wir an, ein User verliert Sonntagnachmittag seinen Schlüssel und benötigt in Wien einen lokalen Service, nämlich einen Schlüsseldienst.

Der Quadruple Match besagt, dass
1.) das vom User verwendete Endgerät in einer lokalen Umgebung identifiziert wird (Wien)
2.) die Suchanfrage des Users auf den lokalen Bereich referenziert („schlüsseldienst wien“)
3.) die Domain www.schlüsseldienst.wien gleichlautend der Suchanfrage ist
4.) der Inhalt der Website auf einen Schlüsseldienst in Wien deutet
Aber, was hat ein Unternehmer von einem Platz 1 Ranking, wenn der beworbene Begriff nicht oder nur kaum vom User gesucht wird? Wesentlich ist es einen prominenten Begriff, sprich die beste Domain für sich zu identifizieren, was wir als Domain-Gutachter natürlich allen Interessenten anbieten können.
Welche Domain wäre für einen Rechtsanwalt in Wien treffender als www.rechtsanwalt.wien oder eindeutiger für eine Wiener Werbeagentur, als eben www.werbeagentur.wien? Internet ist die Vielfalt an individuellen Möglichkeiten für den User. Der User will vergleichen und sucht daher die Dienstleistung – www.fettabsaugung.wien – oder das Produkt – www.alarmanlage.wien – nicht die Marke.

Werbeplanung.at: Für welche anderen Geo Top Level Domains sehen Sie in Österreich Potenzial?

Hofer: Naturgemäß hat .wien mit Abstand das größte Potenzial. Für .tirol sehe ich ebenfalls gutes Potenzial, jedoch gibt es einfach weniger Tiroler als Wiener, vielleicht hilft aber bei dieser Endung noch etwas der Patriotismus mit. Die Endung .wien hat neben der Größe auch den wesentlichen Vorteil nur aus vier Buchstaben zu bestehen. Das ist simpel für den User und deshalb wird diese Endung auch so rasch und gut angenommen.

Werbeplanung.at: Wo sehen Sie generelle Trends im Domainbusiness? Wohin geht das Geschäft?

Hofer: Im Domainbusiness gibt es mehrere Bereiche in der Online-Nahrungskette, angefangen von der Registry als Herausgeber einer Top Level Domain, den Registraren, Domainhändlern, Consultants bis zu Domaingrabbern. Es gibt immer wieder Konsolidierungsphasen bei der Anzahl der Registrierungen aber in Summe steigt die Anzahl bei renommierten Endungen ungebrochen. Umso wichtiger ist bei der aktuellen Masse an unüberschaubaren Domains das Wesentliche zu beachten, nämlich jene Endung, die dem eigenen Angebot lokal am Nächsten ist und der Auswahl des besten Keywords. Vielen neuen Endungen wird eine kurze Lebensdauer vorausgesagt, im Gegensatz zu .wien. Wer in Wien keine .wien-Domain nutzt, lässt einen nachhaltigen Trend aus.

Werbeplanung.at: Und wie schauen die Meta-Trends aus: Wie sehen Internetadressen in fünf bis zehn Jahren aus?

Hofer: In einem sich derart schnell entwickelnden Bereich fünf bis zehn Jahre in die Zukunft zu blicken, ist eigentlich eine seriöse Unmöglichkeit. Zwar wird es technisch mehr Machbares geben, als wir uns vorstellen können, jedoch ist unsere mangelnde Akzeptanz auch gleichsam eine gesunde Bremse. Bei aller Veränderung des Internets in den vergangenen 25 Jahren ist eines stets gleich geblieben: Die Domain als Adresse um eine Website zu erreichen.

Das Ende des Domain-Name-Systems wurde schon einige Male prophezeit, dennoch wurde erst kürzlich begonnen mehr Platz zu schaffen durch die schrittweise Umrüstung auf das IPv6 Adress-System. Auch die Entwicklung der App hat die Domain alles andere als überflüssig gemacht, da die meisten Apps Daten von Websites beziehen.

Es wird also noch eine Weile dauern, bis wir lediglich an einen Begriff denken müssen und die Information erscheint vor unserem geistigen Auge. (Bin gespannt wer sich jetzt www.vision.wien registriert. :-))

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