Licht und Schatten der Künstlichen Intelligenz.

Am Donnerstagabend diskutieren Experten im Haus der Musik darüber, wie künstliche Intelligenz das Marketing verändert.

Daniel Mattes, Gründer von 42.cx, wird auch auf dem Werbeplanung.at Summit 2017 sprechen. © 42.cx – Center of Excellence for Artificial Intelligence AG

Unter dem Motto „Automation durch Analysen: Wie künstliche Intelligenz das Marketing verändert“ luden die Veranstalter der Networking-Reihe Digital Business Trends (DBT), APA und styria digital one, am Donnerstagabend 300 Entscheidungsträger der heimischen IT-Branche ins Haus der Musik.  

Die Keynote des Abends hielt Daniel Mattes, Gründer von 42.cx - Center of Excellence for Artificial Intelligence. Anschließend diskutierten mit ihm Christine Antlanger-Winter (Mindshare Austria), Christoph Hammer (NAVAX Unternehmensgruppe), Julia Neidhardt (TU Wien), Helmut Oszvald (IBM Österreich), Helmut Prattes (Telekom Austria Group), Jürgen Schmidt (STRG.AT) und Maresa Wolkenstein (styria digital one).  

Große Erwartungen, wenig Erfahrung

In seiner Keynote führte Mattes harte Zahlen ins Feld: So erwarten etwa 80 Prozent aller Marketingverantwortlichen, dass Künstliche Intelligenz (KI) das Marketinggeschäft revolutionieren wird und 26 Prozent glauben, dass sie das Konzept von KI verstehen - aber nur zehn Prozent nutzen es derzeit in ihrer Arbeit.

Mattes erwartet drei große Felder, in denen KI bedeutende Veränderungen - vor allem für das Marketing - herbeiführen wird. Erstens Sprache, indem digitale Assistenten wie Amazons Alexa Textsuche wie jene von Google zunehmend verdrängen werden. Zweitens Bilder, indem Fotomotive von KIs erkannt und mit Inhalten angereichert werden - Stichwort: Augmented Reality. Und drittens das Thema Massenpersonalisierung.

Hier führte Mattes den Psychologen Michal Kosinski an, der eine Methode entwickelt hatte, mit der er Menschen anhand ihrer Facebook-Postings analysieren kann - nach 250 Likes, so Kosinskis Behauptung, kann er einen Menschen besser einschätzen als dessen Ehepartner es kann. Bekannt ist, dass eben diese Methode auch politisch verwendet wird: Donald Trump publizierte bis zu 175.000 unterschiedliche Werbebotschaften, basierend auf den Persönlichkeitsprofilen der Adressaten - die das Unternehmen Cambridge Analytica aus den Facebook-Profilen der Wähler gewonnen hatte.

In der anschließenden Podiumsdiskussion gab es nicht nur lobende, sondern auch kritische Töne rund um das Thema KI. So ist es für Marketer etwa herausforderund, dass es für gute Analysen sauberes Datenmaterial, eine gute Strategie und eine gute Portion Geduld braucht. Und auch Datenschutz ist ein wichtiges Thema: Beim Thema EU-Datenschutzgrundverordnung wurden Podiumsteilnehmer und Publikum gleichermaßen emotional - denn viele Dinge, die technisch machbar wären, werden sich aus rechtlichen Gründen ab Mai 2018 nur schwer umsetzen lassen.

Veranstaltung verpasst? Kein Problem: Daniel Mattes ist kommende Woche auch auf dem Werbeplanung.at Summit 2017 und wird dort mit anderen Experten über Künstliche Intelligenz sprechen. 

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