KI-Lücke zwischen Potenzial und Umsetzung.

Die größte Herausforderung sei die Umsetzung erklärt Emarsys anhand einer Forrester-Studie zum Einsatz Künstlicher Intelligenz im Marketing.

KI ist mental im Marketing angekommen. Die Umsetzung stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Nicht nur wegen der erforderlichen Umsetzungsgeschwindigkeit.  © Geralt - Pixabay.com

Die bekannte Lücke zwischen Wollen und Tun klafft auch beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Marketing generell aber besonders im Off- und Online-Handel. Im Zuge der Forrester-Studie Building Trust and Confidence: AI Readiness in Retail and E-Commerc klärt Emarsys über den Status quo von Künstlicher Intelligenz im Marketing auf. Dort wird auf die Lücke zwischem dem Potenzial heutiger KI-Marketing-Lösungen und der tatsächlichen Umsetzung und Anwendung der Technologie im unternehmerischen Alltag hingewiesen. Diese Diskrepanz leitet sich aus dem Lauf der Dinge ab. 

KI führt zur Rollen-Verschiebung

Die Bedeutung von KI-Lösungen im Retail-Marketing und E-Commerce wurde erkannt, zeigt die Befragung von internationalen Unternehmen der Umsatz-Kategorie 50 Millionen bis 5 Milliarden US-Dollar. Die dort befragten Unternehmensvertreten gehen davon aus, dass KI das Potenzial hat, höhere Kundenzufriedenheit und Mehrwerte für Nutzer zu schaffen. 72 Prozent vertreten die Ansicht, dass sich Aufgaben und Rollen von Marketing-Entscheidern grundlegend - von operativen Umsetzern hin zu strategischen Planern hin - verschieben. 

Marketing-Verantwortliche erhoffen sich von etwaigen KI-Anwendungen besser Return-on-Investment-Ergebnisse (79 Prozent), erwarten personalisierte Echzeit-Kampagnen (61 Prozent) und automatisierte Workflows (74 Prozent). Weiters sind 71 Prozent der Befragten überzeugt, dass der Einsatz von KI Mitarbeitern hohes technisches Verständnis abverlange.

Echzeit-Kommunikation kanalübergreifend mit Kunden 

Die Forrester-Studie zeige, laut Emarsys, dass auf KI basierendes Marketing die kanalübergreifende, personalisierte Kunden-Ansprache in Echtzeit ermögliche. Diese Echtzeit-Kommunikation wollen 92 Prozent der an der Studie teilnehmenden Unternehmen "innerhalb der nächsten 24 Monate implementiert haben". Parallel dazu zeigt sich aber auch, dass 54 Prozent der Teilnehmer über "keine effektiven Daten-Management-Strategien", die alle Kunden-Informationen erfassen und für die personalisierte, kanal-übergreifende Ansprache zur Verfügung stellen, verfügen.

Hürden und Herausforderungen

Es gibt noch weitere Hürden auf dem KI-Weg. Die Bedeutung der Thematik ist bei 92 Prozent der Unternehmen angekommen und wurde verstanden. Der Weg zur Umsetzung ist mitunter weit. 50 Prozent der Befragten, so die Forrester-Studie, gaben an, bereits eine KI-Marketing-Strategie zu haben und diese auch zu verfolgen. 71 Prozent gehen davon aus, dass die KI-Nutzung hohes technisches Know-hof erfordere. Derzeit werden Künstliche Intelligenz und darauf basierende Technologie als Themen für Analytiker und Wissenschafter verstanden. Es gäbe derzeit keine Tools, sind 59 Prozent überzeugt, die von Marketern einfach und effektiv einzusetzen wären. 

Dann kommt noch ein überraschendes Eingeständnis: 75 Prozent der Befragten bekannten, dass sie "nur schwer mit der Digitalen Transformation Schritt halten können". Und für 83 Prozent ist es eine Herausforderung, die passenden Tools und Anbieter zu finden, die der Umsetzung ihrer KI-Marketing-Strategien dienlich sind. 

Holger Behnsen, Managing Director von Emarsys Deutschland, zeigt sich optimistisch: "Durch die Erschließung von KI für das Marketing können sich Retail-Unternehmen neben Branchen-Riesen wie Amazon behaupten".