Junge Wirtschaft Wien kritisiert Influencer-Studie der AK Wien.

Die Junge Wirtschaft Wien übt harsche Kritik an der Studie zum Thema Influencer-Marketing der Arbeiterkammer (AK) Wien.

© Samuel Smelty

Darin werfe die AK Wien Influencern und Werbetreibenden pauschal Manipulationsabsichten vor und stelle sie somit unter Generalverdacht. „Influencer sind keine stumpfen Werbepuppen, sondern kritische Experten in ihrem Bereich und sich ihrer Verantwortung sehr wohl bewusst. Dass die AK Wien mit einer fachlich fragwürdigen Studie nun gegen sie und werbende Unternehmen vorgeht, ja gar den Teufel an die Wand schmiert, ist schwer nachvollziehbar“, so JWW-Vorsitzender Tarbauer. 

Eine aktuelle Studie der Arbeiterkammer Wien mit dem Titel „Kinder im Visier von Influencer-Marketing“ sorgt derzeit sowohl bei Influencern als auch Werbetreibenden für großes Unverständnis. Darin werde laut der Jungen Wirtschaft Wien zum einen den Influencern und Werbetreibenden Nachlässigkeit und Manipulationsabsichten vorgeworfen sowie die Werbung generell als etwas Böses dargestellt. Zum anderen werde den Kindern und Jugendlichen die Fähigkeit abgesprochen, selbst kritisch zu denken und sich eine eigene Meinung bilden zu können. „Und alles auf Basis einer fachlich mehr als fragwürdigen Studie, die weder repräsentativ ist, noch wirklich wissenschaftliche Erkenntnisse liefert, sondern mehr eine subjektive Vermutung darstellt“, führt Jürgen Tarbauer, Vorsitzender der Jungen Wirtschaft Wien an.

In einer aktuellen Aussendung meint die Junge Wirtschaft: „Fakt sei jedoch, dass Influencer kritische Experten in ihrem jeweiligen Bereich und sich der damit verbundenen Verantwortung sehr wohl bewusst sind. Viele von ihnen würden nur dann mit Unternehmen zusammen arbeiten, wenn sie von deren Produkten und Philosophie vollkommen überzeugt sind. Zudem seien Beiträge, die in Kooperation mit einem Unternehmen entstehen, sehr wohl als solche gekennzeichnet.“

„Dass es noch keinen einheitlichen Begriff für diesen Hinweis gibt, ob #werbung, #sponsoredby oder #pr_sample, ist eine andere Sache. Influencer aber deswegen als bloße Werbefiguren darzustellen und Manipulation zu unterstellen, zeugt von der Unkenntnis der Studienautoren“, so Tarbauer. Zudem müsse man Kindern und Jugendlichen ab eines gewissen Alters auch kritisches Denken und die Fähigkeit, sich eine eigene Meinung zu bilden, zugestehen. Darüber hinaus sei der Effekt der Werbung nicht anders, als es beispielsweise mit Musikstars oder SportlerInnen der Fall sei. „Die Arbeiterkammer macht sich hier nur die Unsicherheit der Eltern in Bezug auf neue Technologien zunutze“, fügt der JWW-Vorsitzende hinzu. Man fordere daher auf, dem Thema mehr Sensibilität und Professionalität zu widmen, anstatt mit mangelnder Kenntnis für Unsicherheit zu sorgen und ganze Gruppen pauschal zu verdächtigen.

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