Die neun wichtigsten SEO-Trends 2015.

Harald Grabner, Geschäftsführer von 123consulting, gibt den Werbeplanung.at-Lesern spannende Einblicke in aktuelle Trends des Online-Marketings

"Immer mehr Unternehmen erkennen die Bedeutung von SEO. Das bedeutet aber auch, dass es immer schwieriger werden wird, generische Keywords und Suchphrasen mit maximal zwei Wörtern zu besetzen", schreibt Harald Grabner in seinem heutigen Gastkommentar. © Harald Grabner (Foto: Justyna Ziarko) Werbeplanung.at

Der Dezember ist für Agenturen und Marketing-Verantwortliche alles andere als eine “stille Zeit”. Neben dem laufenden Tagesgeschäft muss Bilanz über die Tätigkeit im zu Ende gehenden Jahr gezogen werden: was hat funktioniert, was nicht? Mit welchen Maßnahmen wurde der beste Return on Advertising realisiert? Die Antworten auf solche – oder ähnliche – Fragen fließen nicht nur in die Jahresreports ein, sondern haben vor allem auch Einfluß auf die Planung für das Jahr 2015. Suchmaschinenoptmierung sollte dabei in der Online Marketing-Planung der meisten Unternehmen eine große Rolle spielen – schließlich ist SEO nach wie vor die effizienteste Maßnahme im Konzert der Online-Marketing-Instrumente.

Was aber sind die wichtigsten SEO-Trends für 2015? Auf welche Entwicklungen sollte man unbedingt ein Auge werfen, wenn man sich zur Suchmaschinen-Elite zählt?

Ich habe für die Werbeplanung.at-Leser eine Liste der aus meiner Sicht acht wichtigsten Suchmaschinen-Trends 2015 verfasst:

1) SEO wird noch stärker zum Unternehmensprozess

Wer Suchmaschinenoptimierung ernsthaft und nachhaltig betreibt, weiß es schon längst: Suchmaschinenoptimierung ist eine Aufgabe, an der nicht nur Techniker beteiligt sind. SEO braucht mehrere Kompetenzfelder eines Unternehmens: Marketing und PR, Vertrieb, Technik, Business Development, Geschäftsführung – sie alle müssen an einem Strang ziehen, wenn Suchmaschinenoptimierung nachhaltig funktionieren soll. Da Google immer mehr Wert auf hohe Qualität bei Content und einer sauberen technischen Umsetzung legt, wird sich diese Tendenz des “integrierten SEO” weiter verstärken.

2) “Echte” Links werden immer wertvoller
Die Zeit von gekauften und/oder nicht relevanten Links auf Websites zum Zwecke der Suchmaschinenoptimierung ist vorbei. Nicht nur, dass Links, die nicht “natürlich” entstanden sind, nicht mehr nicht nur nichts bringen, sie sind sogar gefährlich. Google straft Seiten, die sich nicht den Regeln der Suchmaschine entsprechend verhalten, schnell und hart ab. Schmerzhafte Einbussen des Suchmaschinen-Rankings sind die Folge.

3) Mobile Suche
Das Internet ist mobil und wird es noch viel stärker werden. 2015 wird der Internet-Traffic erstmals überwiegend durch Smartphones und Tablets verursacht werden, nicht mehr durch Laptops oder Desktop-Computer. Dementsprechend wird sich auch der Charakter der Suchabfragen ändern: der Anteil der lokalen Suche wird weiter steigen und die Suche per Spracheingabe folgt anderen Logiken als die des Eingebens per Tastatur.

4) Schnelle und sichere Websites gewinnen
Google wird 2015 Seiten, die schnell sind, noch viel mehr Bedeutung beimessen, als es heute der Fall ist. Eine schlanke, flotte Seite bedeutet höhere User-Zufriedenheit und weniger Verbrauch von Google-Ressourcen.

5) Semantische Suche
Google wird seine Fähigkeit, Seiteninhalte und Suchabfragen semantisch zu interpretieren und zusammenzuführen, weiter verbessern. Je besser die Google-Semantik wird, desto weniger Bedeutung bekommt auch das Verwenden der richtigen Keywords.

6) “Longtail”-Suche wird immer wichtiger

Immer mehr Unternehmen erkennen die Bedeutung von SEO. Das bedeutet aber auch, dass es immer schwieriger werden wird, generische Keywords und Suchphrasen mit maximal zwei Wörtern zu besetzen. Suchphrasen mit drei, vier und mehr Wörtern werden immer wichtiger und liefern wertvollen Traffic, der darüber hinaus auch noch besser konvertiert.

7) Bedeutung von “Social Signals” nimmt weiter zu
Schon heute ist die Weiterverbreitung von Inhalten über Social Media ein wichtiger Faktor, um in der Google-Suche weit oben zu landen. Gute, hochqualitative Inhalte sind die Voraussetzung, um im Social Web Relevanz zu erzielen. Facebook, Twitter und Google+ sind heute wichtig – die Shooting-Starts Instagram und Pinterest werden 2015 an Bedeutung deutlich aufholen.

8) Aufpassen mit Online-Werbung

Der Monetarisierungs-Druck zwingt viele Seiten dazu, immer mehr Platz für Werbung zur Verfügung zu stellen. Eine Tendenz, die allerdings einer guten Position in Suchmaschinen-Ergebnis abträglich ist. Werbeflächen im direkten Blickfeld des Besuchers erhöht die Absprungrate und senkt die durchschnittliche Verweildauer von Usern. Weiterer Nachteil vieler Werbebanner: Die Ladezeit der Website verlängert sich – ebenfalls ein negatives Ranking-Kriterium. Außerdem misst Google mit einem eigenen Algorithmus die Werbeaktivitäten auf einer Website – Seiten mit Werbung verlieren dadurch automatisch an Ranking.

9) Datenanalyse

Immer wichtiger wird darüber hinaus das Thema Tracking und Auswertung von Daten. Alle Online-Marketing-Kanäle laufen in Tools zusammen, werden ausgewertet und bieten so die Grundlage für strategische Entscheidungen. Im SEO hat lange Zeit das Ranking von Keywords als alleinige Kennzahl gestanden. 2015 werden sich die Daten aus dem organischen Index der Suchmaschinen in das Gesamtbild der gesammelten Daten integrieren müssen. 

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