Online-Marketing Rebooted: Stiefkind Website.

Harald Grabner, Geschäftsführer von 123consulting, gibt spannende Einblicke in aktuelle Trends der Google-Optimierung

© Stiefkind Website Werbeplanung.at

Online-Marketing entwickelt sich rasant. Auch Profis, die sich mit nichts anderem beschäftigen, haben manchmal Mühe, mit den aktuellen Entwicklungen Schritt zu halten. “Mobile” explodiert förmlich, Suchmaschinenmarketing wird immer komplexer und Social Media immer zeitaufwändiger. Big Data und Content-Marketing sind die Buzzwords der Stunde und verlangen nach näherer Beschäftigung. Was mittlerweile aber oft auf der Strecke bleibt ist das Produkt, das im Zentrum aller Online-Marketing steht: die eigene Website. Während Facebook, Google & Co. alle Liebe bekommen, droht dem Erstgeborenen, der Website, der Tod durch Liebesentzug.

Kanone Google, feine Klinge Newsletter-Marketing

Mich erstaunt es immer wieder, wie rasch in der von Buzz und Hypes dominierten Online-Marketing-Welt der Blick auf die wichtigsten Grundlagen verloren gehen kann. Es ist noch keine fünf Jahre her, da gab es zu Google als Traffic-Lieferanten keine Alternative. Vergessen wir nicht, dass Facebook – und damit Social Media – erst 2008 seinen Siegeszug im deutschsprachigen Sprachraum begann. Das damalige Ziel der noch spärlich vorhandenen Online-Marketer war es, Besucher auf die eigene Website zu bringen. Sie war das Liebkind – kein Wunder, denn hier passierte die Transaktion, die Konversion, hier wurde Geld verdient. Traffic von Google war die mächtigste Waffe; Newsletter-Marketing die feine Klinge. Banner gab es natürlich auch, die waren aber schon damals wenig mehr als Branding-Instrumente.

Geld verdient wird auf der Website

Seitdem hat sich viel geändert. Mit Facebook, Twitter und – mit Abstrichen – Google+ haben sich neue Traffic-Bringer und damit Alternativen zu Google etabliert. Mobiler Traffic ist eine Größe geworden, der drauf und dran ist, dem stationären Zugriff auf´s Internet den Rang abzulaufen. Entsprechend stark wächst die Bedeutung von lokaler Relevanz von Online-Angeboten. Bei der Bannerwerbung bleibt kein Stein auf dem anderen, Realtime Bidding und täglich neue Tools zur Kampagenenplanung und -abwicklung wirbeln durch die Branche. Bei all der Dynamik und den täglich neuen Entwicklungen im Online-Marketing sollte man aber nicht vergessen, dass sich eines nicht geändert hat: Geld verdient wird in der Regel auf oder durch die Website.

Content – das wertvollste Gut im Internet

Jede Aktivität im Online-Marketing hat am Ende des Tages das Ziel, einen User auf die eigene Website zu bringen. Dort wird er mit dem versorgt, was das wertvollste Gut im Internet überhaupt ist: Content. Inhalte sind der Treibstoff aller Online-Marketing-Aktivitäten. Ohne sie geht gar nichts. Wer seinen Nutzern keinen guten Inhalt anbieten kann, der ein Problem löst oder hervorragend unterhält, hat keine Berechtigung im um die Währung “Aufmerksamkeit” kämpfenden Online-Markt.

Das Zentrum kann nur die Website sein

Content Marketing, das Buzzword der Stunde, hat keine andere Aufgabe als diesen wertvollen Content bestmöglich über die unterschiedlichen Kanäle zu verteilen und bekannt zu machen. Es muss aber ein Zentrum geben, einen Dreh- und Angelpunkt, auf dem der Content aufbereitet ist. Das kann nur die eigene Website sein. Nur hier hat man Hoheit über seine Inhalte, nur hier kann man ohne Abhängigkeiten planen, umsetzen und wieder verwerfen. Nur hier hat man die Sicherheit, Herr über seine Marke zu sein. Content Marketing dient, wie alle Online-Marketing-Aktivitäten, am Ende des Tages nur dazu, Nutzer auf die eigene Website zu bringen. Das Prinzip bleibt seit 20 Jahren (so lange gibt es das Internet inzwischen) das gleiche; nur die Methoden ändern sich.

Oft ist es nicht verkehrt, Analogien zwischen Internet und dem wahren Leben zu ziehen. Jeder Restaurant-Besitzer, jeder Autowerkstätten-Inhaber und jeder Kaufmann will, dass die Leute zu ihm kommen und dort essen, reparieren lassen, kaufen. Genau gleich ist die Situation im Internet. Der Kunde muss früher oder später auf der eigenen Website landen, um nachhaltig sinnvolle Business-Modelle aufrechthalten zu können.

Es wird nicht leichter, online erfolgreich zu sein. Aber interessanter.

Aus SEO-Sicht ist die immer weiter steigende Bedeutung von hervorragendem Content keine Überraschung. Es war klar, dass Google etwas gegen das Spamming der Suchergebnisseite durch wertlosen Content unternehmen musste, das bis vor zwei Jahren ein nicht mehr vertretbares Ausmaß angenommen hatte. Zu leicht war es für Website-Betreiber geworden, mit zweifelhaften Techniken wie Linkbuilding über sogenannte “Linkfarmen” oder automatisiert aggregiertem, in der Substanz wertlosem Content die vorderen Plätze der Suchergebnisse zu beherrschen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis Google die Qualitätsmaßstäbe beim Content und bei den auf eine Website verweisenden Links anheben würde.

Es ist schwieriger geworden, ein erfolgreiches Web-Business zu betreiben. Noch vor fünf Jahren konnte ein ein skalierendes, weil automatisiert arbeitendes Content-Konzept reichen, um Millionen User via Google auf eine Website zu bringen. Diese Zeiten sind vorbei. Guter Content auf der eigenen Website ist mittlerweile die Basis und Voraussetzung für jeden unternehmerischen Online-Erfolg. Auf die Website zahlt jede Online-Marketing-Aktivität ein, sie ist der Brennpunkt aller werblichen Bemühungen. Erst wenn man den eigenen Online-Auftritt im Griff hat, sollte man sich Gedanken machen, wie man mit Content Marketing, Social Media und SEO den Nutzer auf die eigene Seite bringt.

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