Gut gelaunt wird Werbung eher akzeptiert.

Optimismus und positive Stimmung beeinflussen die Aufnahmebereitschaft und Akzeptanz von Werbung und machen sie effektiver.

Sind wir gut gelaunt, positiv gestimmt und optimistisch lassen wir uns öfter und intensiver auf Werbung ein, akzeptieren deren Absichten und Botschaften und nehmen sie als das war was sie ist: gut oder weniger gut gemachte Information. © Palmera - Pixabay.com

Es ist kein Geheimnis, dass gut gelaunte, optimistische und positiv gestimmte Konsumenten eine andere Aufnahmebereitschaft für Werbebotschaften haben. Die Akzeptanz von Werbung steigt. Und die Effektivität von Kampagnen nimmt zu. 

Yahoo eruierte im Rahmen der Studie Receptivity of Emotions wie sich die individuelle Stimmungslage von Konsumenten auf deren Wahrnehmung von Marken- und Produktbotschaften auswirken. Dabei zeigt sich, bezogen auf Verbraucher in den USA und Großbritannien, dass digitale Werbung "um 40 Prozent effektiver ist, wenn sie die positive Stimmung einer Zielperson widerspiegelt". 

Die internationale Studie ergab, dass positiv gestimmte deutsche Konsumenten sehr gut auf Content Marketing und Native Videos reagieren. Die Klickrate derartiger Kommunikationsmittel stieg um jeweils 21 Prozent. Direct Marketing kann trotz positiver Gemütslage auf Empfängerseite nur vier Prozent bessere Ergebnisse generieren. Konträr dazu reagieren gut gelaunte Amerikaner, Briten und Kanadier auf Direct Marketing. Sie werden besonders empfänglich für die via Dialogkommunikation gemachten Verlockungen. Native Ads wirken in der richtigen emotionalen Situation in den USA und Kanada besonders gut. Deren Klickrate liegt um bis zu 30 Prozent höher als bei weniger gut gelaunten Konsumenten.

Wann und wo digitale Werbung dann ausgespielt werden soll, um die emotional bestgelaunten Konsumenten zu erreichen, wird mit einem Ergebnis der Studie so beantwortet: "48 Prozent der befragten Deutschen ist meistens während sie ihr Smartphone nutzen, optimistisch." Dieser Wert liegt, wie der Vergleich mit den anderen dazu durchleuchteten Märkten zeigt, über dem Durchschnitt. 

Was die Tageszeit betrifft, so ergab die Analyse, dass Deutschland am besten zwischen 11 und 17 Uhr gelaunt ist. Unsere Nachbarn sind in dieser Zeit voller Energie, organisieren ihren Tag oder suchen Inspiration und lassen sich in diesen sechs Stunden eher von Werbung leiten. Das heißt wiederum nicht, dass Werbung abseits dieser Gute-Laune-Periode nicht wirkt. Man darf nur daraus ableiten, dass in der Zeit von 17 bis 11 Uhr die werbliche Ansprache von Konsumenten eine größere Herausforderung darstellt.

© Yahoo
"Die Studie belegt, wie sehr Emotionen den tatsächlichen Erfolg einer Werbekampagne beeinflussen", konstatiert Eva Herzog, Head of Research Yahoo Deutschland.

© Yahoo
Dieses Marktforschungsprojekt wurde in Deutschland, Großbritannien, Kanada und den USA durchgeführt und erfolgte in mehreren Befragungsstufen. So wurden Konsumenten im Alter von 16 bis 54 Jahren in den USA und Großbritannien über eine Woche hinweg mit einer eigens für die Studie entwickelte App befragt. Die App fragte bei jeder Smartphone-Nutzung, unter anderem, Nutzungsgründe, genutzte Inhalte und die jeweilige Gemütslage der Nutzer ab. 

 

 

Events

Alle Events anzeigen »