Fünf Dinge die Influencer Marketing 2018 prägen.

Micro Influencer, Instagram, Authentizität, Storytelling und Live-Momente werden, so miss media-Geschäftsführerin Monika Affenzeller, auf Influencer Marketing wirken.

Monika Affenzeller sieht Influencer Marketing aufgrund der veränderten Werbewahrnehmung junger Zielgruppen als Gebot der Stunde.  © miss

Influencer, so Monika Affenzeller, Geschäftsführerin miss media und Chefredakteurin miss, werden als "Hoffnungsträger der digitalen Werbewelt gehypt, von vielen verspottet und dennoch oft unterschätzt". Sie bezeichnet sie als "King of Content", die in "konsumträchtigen Umfeldern wie der Mode-, Kosemtik- und Tourismusbranche als Multiplikatoren besonders gefragt sind". Millennials würden auf klassische Werbeformate immer wenig anspringen, attestiert sie. Influencer können "mit ihrer Nähe zu Zielgruppen auf Plattformen wie YouTube, Instagram und Facebook punkten". 

Zur Integrierbarkeit von Influencern führt Affenzeller im folgenden Gastbeitrag fünf Punkte auf, die deren Zukunftsfähigkeit in der Markenkommunikation nachweisen sollen:

1. Relevanz von Micro-Influencern steigt

Große Influencer schmücken sich mit Millionen Abonnenten auf diversen Plattformen. Micro-Influencer haben hingegen nur 1.000 bis 100.000 Fans. Interessant ist, dass genau die kleineren Blogger eine besonders treue Fan-Gemeinde haben und die Engagement-Raten überproportional hoch sind. Micro-Influencer punkten mit Vertrauen, Glaubwürdigkeit und zielgruppen-genauem Content. Die Follower dieser Profile vertrauen dem Blogger und identifizieren sich mit ihm. Die Produkte werden ehrlich bewertet und so ist für Follower die Wahrscheinlichkeit einer versteckten Werbung gefühlt geringer beziehungswiese wird Werbung eher als Empfehlung verstanden und somit akzeptiert. Die Interaktionen sind besonders hoch. Reichweite ist eben nicht alles!

2. Instagram ist der "Place to be"!

Bei der Vielzahl an Social Networks fällt es oft schwer, sich für eine Plattform zu entscheiden. Vor allem Instagram entpuppt sich zunehmend als der "Place to be". Die Community ist hier sehr interaktionsfreudig und schaut besonders gerne neue Video-Formate. Instagram hat in den letzten Monaten viele Funktionen von Snapchat kopiert und wurde durch das essentielle Feature der Stories im Marketing stark nachgefragt.

3. Authentizität und gutes Storytelling sind das A und O

Der große Influencer-Boom der vergangenen Zeit macht eines besonders deutlich: Die Kampagnen müssen nicht nur klug sein, sondern sich auch von der Masse abheben, um überhaupt in der gewünschten Zielgruppe durchzudringen. Glaubwürdigkeit steht dabei an erster Stelle: Wie authentisch ist der Influencer? Kann er Produkte in Geschichten einbinden und diese dann erzählen? Es reicht schließlich nicht, ein Produkt nur in die Kamera zu halten und auf Likes zu hoffen. Storytelling über längere Zeiträume, idealerweise seit Beginn der Influencer-Tätigkeit, ist das A und O. Es gilt: Content is King!

4. Auf Live-Momente setzen

Live-Streaming und Story-Funktionen schlagen im Prinzip zwar in die gleiche Kerbe, bieten dem Influencer Marketing jedoch eine Fülle an neuen Werbemöglichkeiten. Die Posts in den Stories verschwinden zwar nach 24 Stunden und die Aufmerksamkeitsspanne ist extrem kurz, aber hierüber können Kampagnen gespielt werden, die in statischen Posts nicht möglich sind. Influencer kommunizieren direkt und unmittelbar mit ihren Fans, sie nehmen die Community mit in den Urlaub und lassen sich auf dem Weg zur Arbeit begleiten. Zudem geben sie spannende Einblicke hinter die Kulissen von Unternehmen oder der Arbeit als Influencer. 

5. Influencer Marketing + Native Advertising = digitale Monetarisierung

Der Medienkonsum von Digital Natives hat sich im Vergleich zu den Vorgänger-Generation drastisch verändert, damit einhergehend wandelt sich auch die Ausspielung von Werbung. Der Wirkungsgrad klassischer Formate wie Banner sinkt bei jungen Zielgruppen dramatisch, entsprechend muss sich Werbung zunehmend in den Content einflechten. Native Advertising ist hier das Wort der Stunde. Aber: Damit das Werbeformat auch effektiv ist, muss es eine sichergestellt Reichweiten-Bühne geben - und die gibt es meistens nur in Medien-Umfeldern. Durch eine Zusammenarbeit mit einem passenden Medium, das die Zielgruppe auch tatsächlich erreicht und bindet, kann diese sichergestellt werden und die digitale Monetarisierung beginnen. Die zusätzliche Einbindung eines Influencers kann den Erfolg verstärken. 

Affenzellers Fazit: Die veränderte Werbe-Wahrnehmung junger Zielgruppen zwingt Werbetreibende zunehmend in die Arme von Influencern und hat zu einem Boom im Influencer Marketing geführt. Das Beziehungsmanagement mit Influencern ist dabei jedoch ein wichtiger Bestandteil des Marketings. Ohne langfristige Kooperationen und Zusammenarbeit mit Influencern ist der beworbene Content zu austauschbar und nicht authentisch. Das führt in weiterer Folge dazu, dass sehr viele Influencer-Kampagnen floppen und nicht die erhofften Reichweiten erzielen. Klassische Medien-Marken, die es schaffen junge Zielgruppen zu binden, sind in der Kampagnen-Planung und -Durchführung sicherlich die verlässlicheren Partner. 

 

 

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