FMP Talk: Wie Content die Agenturlandschaft verändert.

Der 17. Talk des FMP Forum Media Planung stand ganz im Zeichen der rasanten Entwicklung der vielseitigen Agenturlandschaft

Beteiligte des FMP Talk No. 17 waren (v.r.n.l): Herwig Stindl (Horizont), Gregor Almassy (Samsung), Alfred Koblinger (PKP BBDO), Susanne Koll (OmnicomMediaGroup), Stefan Häckel (VICE) und Omid Novidi (MediaCom). © Foto: Christoph H. Breneis Werbeplanung.at

Welchen Einfluss haben neue Technologien, Digitalisierung und vor allem Content auf Kommunikationsplanung und die Ansprüche der Agentur? Der 17. Talk des FMP Forum Media Planung stand ganz im Zeichen der rasanten Entwicklung der vielseitigen Agenturlandschaft. Zahlreiche Gäste lauschten der Keynote von Herwig Stindl (Horizont) und der darauffolgenden Podiumsdiskussion. Die Experten Susanne Koll (OmnicomMediaGroup), Gregor Almassy (Samsung), Stefan Häckel (VICE) und Alfred Koblinger (PKP BBDO) machten den Facettenreichtum des Themas deutlich. So wurden beispielsweise die derzeitige Entwicklung der Agenturlandschaft und die Gültigkeit der heutigen Geschäftsmodelle hinterfragt.

Die Welt der Kommunikation unterliege einem stetigen Wandel. Neue Technologien, die allseits bekannte Digitalisierung und immer neuer Content formen die schnelllebige Branche. Dass die Agenturlandschaft davon nicht ausgenommen sei, leuchtet ein. Aus diesem Grund widmete sich der 17. FMP Talk der vielseitigen Thematik. Namhafte Experten stellten gemeinsam mit dem Publikum die derzeitigen Agenturmodelle vor dem Hintergrund des modernen Contents auf den Prüfstand.

Von den 60er Jahren bis heute

Herwig Stindl nahm das Publikum mit auf eine Reise durch die vergleichsweise junge Agentur-Geschichte. Im Rahmen des Rückblicks erinnerte er die Gäste an die Entstehung der ersten Werbeagenturen und Fachverbände. Außerdem rief er diverse Meilensteine, wie beispielweise den späten Start des Privatradios in Österreich wieder in Erinnerung. Den letzten Stopp der kleinen Zeitreise markierten das Aufkommen der Smartphones und die veränderte Kommunikation mit den Konsumenten. Mit einer Ausführung über die Notwendigkeit des Zuhörens in der Kundenbeziehung und den  Einsatz von Content-Marketing leitete Stindl auf die nachfolgende Podiumsdiskussion über.

War es der Content oder war es die Technik?

Im Laufe des Diskurses wurde schnell deutlich, wie vielschichtig das Thema Content- Marketing sein kann. So gingen vor allem beim Kernthema des Abends die Meinungen auseinander. Alfred Koblinger erklärte, dass Content die Agenturlandschaft keineswegs verändern, sondern nur ergänzen könne. Einen stärkeren Einfluss hätte die Globalisierung. Susanne Koll wiederum sieht den Content sehr wohl als Einflussfaktor auf ihre Arbeit. Außerdem sprach sie das Thema Messbarkeit an. Die Insights, die eine Mediaagentur heutzutage generieren und in die Kreation von Content einbringen kann, seien ein wichtiger Bestandteil einer Content-Marketing Strategie. Dies habe die Arbeit der Agenturen wesentlich beeinflusst. Für Gregor Almassy sind es vor allem die derzeitigen technischen Gegebenheiten, die eine Rolle spielen. Neue Technologien und die Digitalisierung bieten heute vielfältige Möglichkeiten bestehenden Content auf neue Weise auszuspielen. Als Beispiel nannte er das Zusammenstellen von YouTube Videos zu einem TV-Spot. Stefan Häckel hält Content hingegen auch für einen wesentlichen Einflussfaktor, da sich dieser im Laufe der Jahre verändert hat. Dieser führe zu einem Umdenken im Marketing - weg von platten Werbeversprechen hin zur narrativen Markenführung.

Was zählt ist die Relevanz

Einig waren sich die Experten jedoch beim Thema Relevanz für den Endkonsumenten. Im Content-Marketing ist es von besonderer Bedeutung, dass die Inhalte wesentlich sind und Nutzen stiften. Hierfür ist es wichtig den eigenen Kunden zuzuhören. Aus diesem Grund bieten Marken den Konsumenten häufig Plattformen an, auf denen zum gegenseitigen Austausch aufgerufen wird. So sei es möglich, besonders relevanten Content zu produzieren und die Zielgruppe auf eine Erlebnisreise mit der Marke zu schicken. Dies erläuterten die Experten anhand einer Vielzahl anschaulicher Beispiele, wie etwa der digitalen Austauschplattform für Mütter von Procter & Gamble. Im Rahmen der Diskussion wurde schlussendlich auch ersichtlich, dass guter Content seinen Preis hat und dass auch die Messbarkeit im Content-Marketing einen entscheidenden Stellenwert einnimmt.

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