enbrite.ly sagt Ad Fraud den Kampf an.

Der Dienst verfolgt Traffic-Quellen und zeigt versteckte Werbebetrugsaktivitäten auf. Ziel ist eine vollständige Transparenz in der Online Werbung

„Der dramatische Anstieg von Betrug ist eines der brennendsten Probleme in der digitalen Werbebranche“, meint Akos Szabo, Geschäftsführer von Studio Binär. © Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Colin (CC BY-SA 4.0) Werbeplanung.at

Etwa 5,5 Milliarden Euro. Diese Summe verlieren Werber weltweit im Jahr 2015 durch so genannte Botnets. Das zeigt eine Studie, die die Association of National Advertisers erhoben hat. Botnets sind Netzwerke von Computern, die ohne das Wissen der Nutzer gesteuert werden und meist kriminellen Zwecken dienen. Laut einer Analyse von Incapsula hat der Anteil des Bot-Traffics im Web zwischen 2012 und 2014 um 21 Prozent zugenommen. Laut der Erhebung wurde 2014 der Großteil des Web-Traffics (rund 60 Prozent) von Bots verursacht.

Zwar werden für den Anstieg des Bot-Traffics vor allem Suchmaschinen sowie andere "gutartige Bots" verantwortlich gemacht, dennoch ist digitaler Werbebetrug (Ad Fraud) für Werber zu einem zentralen Thema geworden. So hat Keith Weed, CMO Unilever, unlängst davor gewarnt, dass etwa ein Drittel der digitalen Ads überhaupt nicht von Menschen gesehen werden. George Nimeh, seines Zeichens Chief Digital Officer Telekurier, berichtete in seinem Vortrag beim Werbeplanung.at Summit 2015 von ähnlichen Zahlen.

Vollständige Transparenz in der Online Werbung

Mittlerweile gibt es verschiedene Unternehmen, die Lösungen gegen Ad Fraud anbieten. Dazu gehört auch enbrite.ly. Die Verantwortlichen wollen mit einer Genauigkeit von fast 100 Prozent "Menschen im Internet finden". Der Dienst verfolgt Traffic-Quellen und zeigt so versteckte Werbebetrugsaktivitäten auf. Das ehrgeizige Ziel: Vollständige Transparenz in der Online Werbung. Analysen des Unternehmens zeigen, wie ausgereift bestimmte Bots sind: Sie klicken selbstständig auf digitale Ads oder legen Produkte in den Warenkorb, um menschlichen Traffic vorzutäuschen. Video Ads sind laut einer Untersuchung des Unternehmens besonders anfällig für Ad Fraud.

Mit einem Tracking-Code misst die Lösung von enbrite.ly die Interaktionen von Usern für jede einzelne Session. Dabei werden etwa Bewegungen der Maus oder Klicks analysiert. Die Daten werden anschließend mit anderen Sessions in der gleichen Kampagne verglichen. Über einen automatischen Alarm werden Kunden informiert, sobald das System verdächtigen Traffic feststellt.

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Grafik: https://enbrite.ly

“Wir glauben an Transparenz”, sagt Gergő Varga, Mitgründer von enbrite.ly, „und wir können dabei helfen, wieder volles Vertrauen in die Online Werbung herzustellen. Wir beteiligen uns dadurch an der Diskussion zu Ad Fraud und möchten dieses Problem umfangreich bekämpfen". Im November 2014 wurde das Unternehmen mit Sitz in Budapest mit dem Slush Preis ausgezeichnet. Daraufhin erhielt es eine Finanzierung in der Höhe von 750.000 Euro durch Speedinvest, Evli Bank und Enbritely Holdings.

Um seine Aktivitäten im DACH-Raum und den CEE-Märkten zu verstärken, hat das Unternehmen mittlerweile eine Partnerschaft mit der Business Development Agentur Studio Binär abgeschlossen. „Der dramatische Anstieg von Betrug ist eines der brennendsten Probleme in der digitalen Werbebranche“, meint Akos Szabo, Geschäftsführer von Studio Binär. „Die dynamische Entwicklung der Ad-Technologie hat zahlreiche neue und nicht gekannte Probleme mit sich gebracht. Wir sind stolz darauf, der Kooperationspartner von enbrite.ly für die Märkte der DACH- und CEE-Region zu sein", so Szabo.

Weitere Informationen über die Lösung von enbrite.ly finden Sie unter diesem Link.

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