Druck- und Print-Trends 2019: „Nach dem Massendruck kommt die Individualisierung“ .

Print scheint als Werbemittel im Zeitalter der Digitalisierung „unsexy“, gilt jedoch immer noch als die stabilste Währung. Trends wie Customization und Automatisierung machen auch vor der Druckindustrie und der Printwerbung keinen Halt und beeinflussen deren Entwicklung maßgebend. Wie sich die Branche als Antwort auf die Bedürfnisse der Kunden verändert hat, zeigt Anton Jenzer, Geschäftsführer VSG Direktwerbung und digiDruck GmbH, anhand von 5 Trends.

© VSG Direkt

Branding und Marktpräsenz, ob in digitaler oder gedruckter Form, ist eine maßgebliche Grundlage für den Erfolg von Unternehmen. Der Einsatz von Print-Medien ist dazu nach wie vor unerlässlich, nicht zuletzt, um im „Online-Kommunikationsgewitter“ noch wahrgenommen zu werden. Print gilt ob seiner Wertigkeit und Nachhaltigkeit mit gutem Grund als Premium-Medium. „Aktuelle Anforderungen an die Druckbranche sind die Verkürzung der Produktionszeiten durch Workflow-Automatisierung. Unsere Branche steht somit vor der Herausforderung, einen der traditionsreichsten Handwerksberufe zu digitalisieren“, stellt Anton Jenzer, Geschäftsführer der VSG Direktwerbung und der digiDruck GmbH, fest. 

Trend 1: Inhalte auf den Kunden maßschneidern

Der Trend geht im Online-Bereich ganz klar in eine Richtung: Personalisierung. Denn am besten gelingt die Kommunikation mit Kunden und Interessenten durch individuelle Ansprache mit für die jeweilige Zielgruppe relevanten Inhalten. Auch im Druck ist dieser Trend angekommen. Mit dem Digitaldruck wurde die Druckbranche revolutioniert und verschiedene Arten des Customizing – wie Personalisierung und Individualisierung – zu einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis überhaupt erst möglich gemacht. „Laut einer Studie der KPMG Austria findet mehr als die Hälfte der Befragten individualisierte Produkte interessanter als Massenprodukte“, betont Jenzer. 

Trend 2: Die Industrie 4.0 ist im Print angekommen – Finishing 4.0

„Automatisierung macht auch vor unserer Branche nicht Halt. Die Druckerei der Zukunft setzt auf digital vernetzte Prozessketten und automatisierte Abläufe“, erklärt Anton Jenzer. Damit soll profitables Arbeiten bei sinkenden Auflagen und häufigen Formatwechseln ermöglicht werden. Die Transformation schließt auch das Finishing 4.0 mit ein. Dadurch wird zum Beispiel die variable und individualisierte Produktion von Kleinstauflagen wie „Books on Demand“ durch intelligente Produktionsketten innerhalb von 24 Stunden von der Bestellung zur Auslieferung erzeugt. „Automatisierungspotential steckt vor allem noch in der Druckweiterverarbeitung. Diese wird in vielen Betrieben meist noch von Hand gemacht“, so Jenzer. 

Trend 3: Druckveredelungen mit Stil beleben die Sinne

Eine Einladung zu einem hochwertigen Event oder ein Angebot für hochwertiger Produkte oder Dienstleistungen als E-Mail zu versenden, wird vom Adressaten gemeinhin als No-Go oder zumindest als unpassend empfunden. Das Werbemittel sollte tunlichst originell sein und sowohl zur Zielgruppe als auch zu meinem Angebot passen, denn das eingesetzte Medium und die Gestaltung eines Werbemittels ist bereits Teil meiner Botschaft. Ebenso ist es in der Markenkommunikation: Ein exklusives oder auch einfach nur ein sympathisches Erscheinungsbild mit haptischen oder gar olfaktorischen Elementen erhöht die Wahrnehmung bei Kunden. Mit Druckveredelungen ist dies auf verschiedenste Arten möglich, beispielsweise durch Prägungen oder Sonderfarben, die z.B. den Lack eines Autos simulieren. Solche Mailings bleiben nicht nur länger in der Hand, sondern auch länger im Kopf. Auch Anton Jenzer weiß: „Laut des Dialog Marketing Reports 2018 der Österreichischen Post AG, schauen sich 92 Prozent aller Empfänger an sie persönlich adressierte Werbung genauer oder zumindest flüchtig an und darüber hinaus geben 56 Prozent der Empfänger persönlich adressierte Werbebriefe an Freunde und Verwandte weiter.”

Trend 4: Intelligente Verzahnung von Off- und Onlinemedien 

QR-Codes und personalisierte URLs sind eine hervorragende Möglichkeit, Brücken zwischen gedruckter Werbung und den Medien im Online-Bereich zu schlagen und damit die Reaktionsrate exakt und in Echtzeit zu messen. Während Verbraucher das gedruckte Material lesen, können sie gleich via Smartphone ihren persönlichen Code einscannen oder ihre URL eingeben. Damit gelangen sie auf spezielle Landingpages, wo sie namentlich begrüßt werden, weiterführende Informationen erhalten oder im besten Fall kaufen können.

Trend 5: Maßgeschneiderte Printwerbung – Zeit ist Geld

Automatisierte Datenverarbeitungsprozesse und der Digitaldruck ermöglichen es mittlerweile, dass Websitebesucher, die nach Angeboten gesucht haben oder Warenkorb-Abbrecher, zeitnah binnen 2 bis 3 Tagen, auf ihre aktuelle Interessenlage zugeschnittene personalisierte Printwerbung per Post in Form von Mailings, Foldern oder Katalogen erhalten. Wie die Praxis mittlerweile gezeigt hat, können dadurch Bestellquoten von 10 Prozent und mehr erzielt werden. 

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