„Storytelling ist kein Buzzword“.

Digitalista bat zum Talk: Die Eigenvermarktung durch professionelles Geschichtenerzählen war Thema des Netzwerktreffens

Beim zweiten Digitalista-Netzwerktreffen gaben Nana Siebert (Woman Digital), Ranya Abd El Shafy (Whatchado), Christina Müllner (Karriereschmiede), Sabrina Oswald (Futura) und Susanne Liechtenecker (Digitalista und Liechtenecker) Tipps zur digitalen und analogen Selbstvermarktung. © Digitalista: Professionelles Geschichtenerzählen als Karriere-Booster (Foto: Digitalista/Teresa Hammerl) Werbeplanung.at

Die Netzwerkinitiative für Frauen in Digitalberufen lud am 15. Mai in den Co-Workingspace Sektor 5 in Wien ein, um über „Storytelling als Karriere-Booster“ zu diskutieren. „Storytelling ist der rote Faden von der aktuellen Position zur Vision“, eröffnete Sabrina Oswald, Managing Partnerin Futura, ihre Keynote. „Storytelling ist kein Buzzword“, unterstreicht Oswald mit Nachdruck, sondern sei immer schon kommunikative Grundlage für die eigene Differenzierung und Sichtbarkeit gewesen. Das gelte für Personen und Marken gleichermaßen. Permanentes Benchmarking hingegen, das Orientieren am Durchschnitt, führe am Ende zu Ähnlichkeiten und zur Angleichung.

Statt eines Werteabgleichs mit anderen solle sich jeder selbst ernsthaft mit den Fragen auseinander setzen, „wo stehe ich, was kann ich und wie kommuniziere ich das, damit mein Gegenüber weiß, wo es mich ‚einkaufen’ kann“, rät Oswald. Diese Botschaft müsse sich in maximal 30 Sekunden auf den Punkt bringen lassen. Essenziell für jede Storytelling-Strategie sei serielles Denken und der durchgängige „rote Faden“ in der Dramaturgie. Hierfür gelte es, einzelne Fakten in ein erzählendes Kleid zu bringen und in einen persönlichen, kulturellen und sozialen Kontext zu stellen, „dann werden es spannende und starke Geschichten“, versichert die Storytelling-Expertin: „Starke Geschichten bieten Spannung, Wahrheit, Emotionalität und Authentizität, sowohl in der eigenen Karriere als auch bei Marken.“

Diskussion mit persönlichen Geschichten

Im anschließenden Panel diskutierten Vertreterinnen aus den Bereichen Medien, Human Ressources und Online, wie sich Frauen Storytelling in ihrem eigenen Lebenslauf zu Nutze machen können. Christina Müllner, Partnerin bei Karriereschmiede: „In Bewerbungsgesprächen Geschichten zu erzählen anstatt lediglich seine Stärken und Schwächen aufzuzählen, macht den Unterschied aus, ob man den Job bekommt.“

Mehr als 500 persönliche Geschichten hat Ranya Abd El Shafy, Videoproducerin bei Whatchado, bereits in Videos eingefangen: „Spannend sind nicht nur die einzelnen Stationen in einem Werdegang, sondern die Beweggründe und persönlichen Stories dahinter.“ Nana Siebert, Leiterin Woman Digital, betonte die Wichtigkeit der eigenen Darstellung im Digitalbereich: „Blogs, Facebook und Twitter bieten eine tolle Möglichkeit seine eigene Marke zu präsentieren. Teilweise finden wir dadurch neue Redakteurinnen.“ Rund 45 Frauen aus der Online-, Agentur- und Medienbranche waren beim zweiten Digitalista-Event dabei.

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