Die unterschiedlichen Facetten der Werbewirkung.

Diese Woche fand die vom Bachelor Studiengang Media- und Kommunikationsberatung der FH St. Pölten organisierte Fachveranstaltung MEDIAcon.nect 2018 zum Thema Werbewirkung am Erste Campus in Wien statt. Namhafte Expertinnen und Experten beleuchteten das Thema von unterschiedlichen Seiten und schlossen die Veranstaltung mit einem gemeinsamen Fazit: Erfolgreiche Werbewirkung sei nur mit einer entsprechenden Datenqualität und der richtigen Kontaktfrequenz möglich.

© Alexander Walter

Nach der Begrüßung durch FH-Kollegiumsleiterin Monika Vyslouzil und Studiengangsleiter Helmut Kammerzelt eröffnete Johanna Grüblbauer vom Institut für Medienwirtschaft der FH St. Pölten die Veranstaltung mit einer Vorstellung des Projekts SAMBA (Smart Data for Music Business Administration). Das Projekt erforscht, wie Daten aus Sozialen Medien bestmöglich für die Musikindustrie nutzbar gemacht werden können. In ihrem Vortrag zum Thema „Social Media Listening“ gab sie Einblicke in die vielfältigen Möglichkeiten, digitale Contents von owned, paid und earned Media in Echtzeit zu erfassen und zu analysieren.

Broadcast vs. Narrowcast

Harald Brandstetter von Brandstetter Communication Consulting warf in seinem Vortrag einen kritischen Blick auf das Thema Zielgruppendefinition. Besonders intensiv thematisierte er das mögliche Problem, jene Konsumentinnen und Konsumenten, die durch zu eng gefasstes Targeting ausgeschlossen werden, nicht mehr erreichen zu können. Brandstetter plädierte neben einer breiteren Zielgruppenansprache auch für den verstärkten Einsatz von Mulltiplying-Effekten. Nur durch die zeitgleiche Kombination aus Offline- und Online-Medien könne ein Rückkanal auch für traditionelle Medien geschaffen werden. Die Unterscheidung zwischen Offline und Online wird seiner Meinung nach in den nächsten Jahren verschwimmen und die Begriffsunterscheidung wird sich hin in Richtung Broad- und Narrowcast bewegen.

Werbewirkung Online

Corinna Höll, Inhaberin von HOELL.CC näherte sich dem Thema Werbewirkung über ihr Spezialgebiet Digital Marketing. Wie wichtig die Auswahl der richtigen KPIs (Key Performance Indicators) und der Einsatz von Adservern in Kombination mit einer durchdachten Kampagnen-Konzeption ist, war Hauptthema dieses sehr praxisbezogenen Vortrags. „Durch eine unzulänglich optimierte Verteilung von Kontaktklassen kann die gewünschte Werbewirkung nicht erreicht werden“, sagt Höll und hebt damit die Relevanz der optimal gewählten Kontaktdosis hervor.

Case Study von FH-Absolvent

Thomas Petroczi, Absolvent des Bachelor Studiengangs Media- und Kommunikationsberatung und Head of Social Advertising bei dreifive, stellte in seinem Vortrag eine Case Study über ein in Deutschland etabliertes Schuhgeschäft ohne Onlinehandel vor. Er riet dem Unternehmen vom ursprünglichen Ziel, mehr Facebook-Fans zu bekommen, ab, entwickelte eine standortbasierte Onlinekampagne und untersuchte den Einfluss einer solchen Kampagne auf den stationären Handel. Er konnte tatsächlich mehr Einkäufe in den Filialen nach dem standortbasierten Targeting festmachen und somit seine Kundinnen und Kunden zufriedenstellen.

Conclusio der Podiumsdiskussion

Vier Expertinnen und Experten, viele Meinungen und doch waren sich alle Vortragenden sowie die Digital-Marketing-Spezialistin Barbara Klinser-Kammerzelt als Moderatorin einig, dass eine erfolgreiche Werbewirkung nur mit der Datenqualität bzw. -hoheit und der richtigen Kontaktfrequenz zustande kommt. Nach der Podiumsdiskussion gab es für alle die Möglichkeit, bei diversen Snacks und Getränken zu networken und den Abend gemeinsam entspannt ausklingen zu lassen.

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