Die Tops und Flops des digitalen Marketings.

Welche digitalen Kanäle dürfen sich 2018 mehr Budget erwarten, welche werden stagnieren? Die absolit-Studie "Digital Marketing Trends 2018" hat Vertreter aus 1208 Unternehmen dazu befragt.

Digitale Werbe-Kanäle im Vormarsch? Nicht jeder! © ServusTV/Kukuvec

Die wachstumsstärksten Kanäle laut der absolit-Studie sind Social-Media- und Suchmaschinenmarketing. Hier plant etwa jeder Vierte der Befragten das Marketingbudget zu erhöhen.

 

Mobile First? Von wegen!

Obwohl digitale Kanäle durchgängig viel Aufmerksamkeit bekommen, bleibt die Entwicklung des Mobile Marketings unverständlich. Gerade einmal 32 Prozent der Befragten planen mehr Budget hierfür ein, das sind 14 Prozent weniger als im Vorjahr. Zudem verzichten noch immer zwölf Prozent der Unternehmen auf die Werbung über mobile Endgeräte.

Verglichen mit dem Vorjahr steigern im Durchschnitt weniger Unternehmen ihr Marketingbudget. Vor allem in Mobile und E-Mail-Marketing wollen weniger Firmen investieren. Überraschend ist dagegen, dass die klassischen Kanäle, die am stärksten von Kürzungen betroffen sind, wieder an Wachstum zulegen: Sowohl beim Eventmarketing als auch bei der Pressearbeit gaben drei Prozent mehr Befragte an, hier ihr Budget erhöhen zu wollen.

 

Content bleibt King

Content Marketing ist das Thema, mit denen sich die meisten Marketer in diesem Jahr befassen werden. 81 Prozent der Teilnehmer gaben an, sich 2018 mit Content Marketing beschäftigen zu wollen. Damit konnte das Thema sogar noch weiter an Relevanz zulegen, denn 2017 lag diese Zahl noch bei 75 Prozent.

Neben Content-Marketing ist Marketing Automation für 68 Prozent ein Thema, die digitale Transformation steht nur bei etwa jedem zweiten Unternehmen auf der Agenda. Die Trend-Themen sind dagegen noch nicht im Marketing angekommen: Mit Virtual Reality werden sich nur 16 Prozent der Marketer auseinandersetzen, mit digitalen Assistenten, wie etwa Chatbots, sogar nur 15 Prozent.

 

E-Mail-Marketing bleibt der zentrale Kanal

Bei der Verteilung des Budgets zeigt sich, dass E-Mail-Marketing nach wie vor der Kanal mit der höchsten Relevanz ist. 92 Prozent der Unternehmen steigern hierfür ihr Budget oder halten es konstant. Nur drei Prozent wagen es, ihre Geldmittel für E-Mails zu kürzen. Am häufigsten wird das Budget jedoch für Social Media Marketing gesteigert (44 Prozent). Suchmaschinenmarketing ist wiederum der Kanal, den mit 95,4 Prozent die meisten Firmen im Einsatz haben.

 

Branchenunterschiede

Die Ergebnisse der Studie wurden in elf verschiedene Branchen unterteilt (Agenturen, B2B-Unternehmen, Energie & Stadtwerke, Finanzen & Versicherungen, Gesundheit, Handel, Markenhersteller, Software & IT, Sonstige, Touristik, Verlage). Innerhalb dieser Branchen gibt es teilweise erhebliche Unterschiede.

 

Energiekonzerne und Verlage stehen, was die Investitionsfreudigkeit im Marketing anbelangt, dieses Jahr ganz oben. Software- und Touristikunternehmen hingegen investieren nur zögerlich. Unternehmen der Gesundheitsbranche suchen 2017 den digitalen Dialog zu ihren Kunden. Energieanbieter setzen auf Suchmaschinen. Während die meisten Branchen bevorzugt auf digitale Kanäle setzen, sprechen Agenturen den klassischen Kanälen durchschnittlich 35 Prozent des gesamten Marketingbudgets zu. Dicht gefolgt von B2Blern, welche knapp 30 Prozent ihres Budgets in klassische Werbekanäle investieren wollen.

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