Content muss messbar und authentisch sein.

Christan Broscheit von Searchmetrics gab den Teilnehmern des 5. Content Day in Salzburg bei der Eröffnung gleich mehrere wertvolle Ratschläge: Erfolg messen, Content überarbeiten statt neuen zu produzieren und aufhören, in Keywords zu denken.

Christian Broscheit vom Softwareanbieter Searchmetrics erläuterte, war das Messen und Analysieren von Daten der Wirkung von Content Marketing Flügel verleiht. © Pascal Benoit

Schreiben, Fotografieren und Filme drehen hat immer viel mit Kreativität zu tun. Wenn dieser Content aber fürs Marketing eingesetzt wird, dann muss auch geprüft werden, ob und wie gut er dies zuvor gesetzten Ziele erreicht. „Ohne Messen ist Content Marketing nur Hype, der dann wieder verschwindet“, warnte deshalb Christian Broscheit, Vice President vom Softwareanbieter Searchmetrics gleich in der Opening-Key-Note des 5. Content Day, der am 11. April 2018 in Salzburg über die Bühne ging. Etwa 300 Besucher waren ins Imlauer Hotel Pitter gekommen um insgesamt 20 Slots rund ums Content Marketing zu erleben und möglichst viel Wissen zum Thema mit nach Hause zu nehmen. Laut Broscheit würden weltweit etwa 145 Mrd. Dollar jährlich in die Content-Produktion investiert werden. „Allerdings wird 80 Prozent des Textcontents über Suchmaschinen nicht gefunden“, rechnete der Experte vor. Zudem würden zwei Drittel der Marketer nicht sagen können, ob der teuer erstellte Content auch einen ROI erzielt.

Überarbeiten statt produzieren

Broscheit riet, nicht nur Content zu produzieren, sondern auch zu überarbeiten. So hätte etwa die Reiseplattform Urlaubsguru den Traffic verzehnfachen können, indem sie einfach 90 Prozent ihrer Seiten gelöscht hat. Statt sich durch immer neue Artikel zum gleichen Thema selbst zu kannibalisieren, soll man lieber bestehenden Content laufend überarbeiten und versuchen unter einer URL den besten Beitrag zu bieten, ergänzte der Experte und betonte:. „Sie sollten auch über Themencluster und nicht über Keywords nachdenken.“ Suchmaschinen wären inzwischen so clever, dass sie zur Suchanfrage passende Artikel liefern, in denen das Keyword nicht vorkommt.

Frag den Experten

Björn Tantau, der den zweiten Slot des Tages bestritt, ist für die Content-Day-Community schon so etwas wie ein alter Bekannter. „Er hat die erste Keynote bei der ersten Ausgabe des Content Day gehalten“, erinnert sich Moderatorin Maria-Theresa Schinnerl. Der Online-Marketing Experte beantwortete nach dem Schema seines eigenen YouTube-Formates „Frag den Tantau“ die Anliegen des Publikums. In welchen Unternehmensbereichen denn Messanger Marketing Sinn mache, wollte da etwa gleich mehrere Teilnehmer wissen. Tantau verwies einerseits auf die Generierung von Leads. „Ich selbst biete auch einen Whatsapp-Newsletter an.“ Andererseits wäre Messanger Marketing gerade im Kundenservice für Großunternehmen sinnvoll.

‚Sei authentisch, und das regelmäßig’

Hannah Thalhammer und Simon Kaiser von der Klein aber Video Agentur verrieten, wie sie mit Branded-Video-Content glückliche Communities aufbauen. „Das wichtigste für eine Marke ist, Zeit mit dem Kunden zu verbringen“, betonte Kaiser. Dafür würde sich YouTube am besten eignen. „Man darf YouTube allerdings nicht nur als Hosting-Plattform verstehen, so wie das viele tun“, betonte Kaiser. Denn diese sei gleichzeitig auch hinter Google die zweitwichtigste Suchmaschine und ein Soziales Netzwerk. Bei einem Kunden der Agentur, E-Bay Kleinanzeigen, hätte man es geschafft, die Zeit, die die Zielgruppe mit der Marke verbringt, innerhalb der ersten Wochen massiv zu steigern. „Wir haben eine YouTube-Sitcom realisiert, in der Geschichten rund um das Kaufen, Verkaufen und Handeln von Dingen erzählt werden“, ergänzt Thalhammer. Kaiser riet zu einer genauen Analyse des bereits publizierten Contents: „Wir bringen ein Video heraus, schauen uns die Daten an, versuchen es daraus zu lernen und machen es beim nächsten Beitrag besser“, plauderte aus dem Nähkästchen.

Wenn etwas in die Hose geht

Wie man viele Dinge im Content Marketing künftig besser machen kann, konnte das Publikum dann in den einzelnen Sessions des Nachmittags erleben und erlernen. Ein Highlight dabei war die Präsentation von zwei Content-Marketing-Cases, die kräftig in die Hose gingen. Den Schlusspunkte setzt dann Mario Berger, der über die aktuellen und zukünftigen Möglichkeiten der Google Cloud referierte.

geralt - Pixabay
25. April 2018

Für die meisten Kunden beginnt die Customer Journey schon bei der Suche nach einem bestimmten Produkt im Netz. Mit den richtigen SEO-…

A1 / Presstige
23. April 2018

Österreichs Telekommunikationsanbieter A1 setzt auf die Erfahrung der Press Asset Management (PAM) Lösung PResstige. Das Team rund um A1 …

Events

Alle Events anzeigen »