Business Executive Roundtable mit James McQuivey in Wien.

Der Vice President von Forrester Research sprach über die digitale Herausforderung für moderne Unternehmensführung

James L. McQuivey von Forrester Research ist Autor des Buches "Digital Disruption". © James L. McQuivey (Foto: point of origin) Werbeplanung.at

James L. McQuivey, Principal Analyst und Vice President des international tätigen Business Analytics Unternehmens Forrester Research ist Autor des Buches "Digital Disruption". Er erläuterte das Konzept dieses Begriffs beim Forreste Business Executive Roundtable im Wiener Hotel Ambassador auf Einladung der Wiener Marketing- und Technologieberatung point of origin, dem exklusiven Vertriebspartner von Forrester Research in Österreich. Den Begriff "Digital Disruption" erklärte McQuivey zunächst am Beispiel von Fluglinien. Diese hätten eigene Checkin-Automaten entwickelt, um Mitarbeiterkosten und Wartezeiten zu reduzieren. Eine große Investition für eine langfristige Kostenreduktion und eine spürbare Effizienzsteigerung - aber keine wesentliche Vereinfachung für die Kunden, wie McQuivey betonte. Ganz anders sei das beim Einsatz von Smartphones: Die technische Grundlage wird fast vollständig extern bereitgestellt. Die Airline benötigt nur die App.

"Durch die damit verbundene Kostenersparnis erlaubt Digital Disruption auch neuen Unternehmen mit geringen Mitteln, an der Transaktion teilzunehmen. Selbst eine Firma, die weder Hotels noch Flugzeuge besitzt, kann vom Reisegeschäft profitieren, wenn sie zusätzliche Services anbietet, die Kunden helfen. Uber besitzt keine Autos. TripIt führt keine Hotels", so McQuivey. "Das wichtigste Hindernis beim Einsatz von Digital Disruption Strategien im Marketing ist die Einstellung - der Mindset," führte point of origin Co-Gründerin Nicole Prieller weiter aus. "Das heißt, dass auch bestehende Unternehmen mit gewachsenen Strukturen von den Möglichkeiten profitieren können", so Prieller. Die einzige Voraussetzung ist der Mut dazu, Neues auszuprobieren und frische Ideen zuzulassen.

Wo eine Transaktion oder ein Service suboptimal läuft, wissen die Mitarbeiter eines Unternehmens oft sehr gut, führte McQuivey weiter aus. Die Führungsebene ist gefordert, wenn es darum geht, dieses Wissen in Lösungen umzusetzen und die Implementierung durchzusetzen. Die Zutaten dafür sind aus seiner Sicht die nötige Energie, die passenden Fertigkeiten und die richtige Firmenkultur. Die Richtung geben die Kunden vor. Denn sie sind es, die heute mit dem einfachen Zugriff auf Hochtechnologie eine nie gekannte Entscheidungsmacht gewonnen haben, die sie auch nützen werden. "Wenn ein Service echten Nutzen bringt, ist das für Kunden wichtiger als viele theoretische Gegenargumente, auch die Privatsphäre. Das zeigen schon Google und Apple vor: Wo der Nutzen spürbar ist, dahin gehen auch die Kunden", so das Fazit von McQuivey.

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