„Brand Slam“ mit Blick auf das Marketing der Zukunft.

Mathias Fanschek, Head of Content and Communications bei der Erste Bank, lieferte im Zuge der Vortragsreihe „Brand Slam“ des Studiengangs Media- und Kommunikationsberatung der FH St. Pölten in Kooperation mit der Agentur isobar spannende Einblicke in die Bereiche Daten, Content und Technologie im Marketing. Als große Herausforderung für die Branche sieht er unter anderem die neue Datenschutzgrundverordnung und damit verbundene Entwicklungen.

Mathias Fanschek von der Erste Bank (links außen) zusammen mit FH-Dozent Harald Wimmer (2. von rechts), Roman Reisinger von der Sparkasse NÖ (rechts außen) und Studierenden des Studiengangs Media- und Kommunikationsberatung. © FH St. Pölten / Claudia Mann

Der Kommunikationsspezialist teilte seine langjährigen Berufserfahrungen aus den Bereichen Branding und Marketing mit den Studierenden und interessierten Gästen an der FH St. Pölten. Sowohl der Status quo als auch das Marketing im Jahre 2020 wurden betrachtet.

Laut Fanschek spielen insbesondere die Bereiche Daten, Content und Technologie eine große Rolle. Diese drei Bereiche seien zwar jeder für sich ein eigenes Feld, würden jedoch nur in Kombination zum Erfolg führen. Disruption bringt Veränderungen für die Marke Aktuell seien nahezu alle Branchen durch starke Disruption geprägt, so auch der Bankensektor. Neue MitbewerberInnen drängen auf den Markt und die Bedürfnisse der Menschen ändern sich – Fanschek nennt dies „das Zeitalter der Kundin bzw. des Kunden“.

Die Erste Bank und Sparkassen Gruppe hat, um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, eine spezielle BankingApp entwickelt. Nun kommt eine weitere große Herausforderung auf die Unternehmen zu, so Mathias Fanschek: „Die Datenschutzgrundverordnung ist nun der ,Gamechanger‘ im Marketing. Wir dürfen nichts mehr ohne Zustimmung der Userinnen und User, denn die Daten gehören den Personen selbst.“

Dreiklang aus Daten, Content und Technologie

Kritisch sieht Fanschek die Überlegungen hinsichtlich einer Aufspaltung in Bezahlmodelle, die Datenschutz gewähren und Gratis-Anwendungen, für die im Gegenzug die Daten verkauft werden. Diese Herangehensweise würde ein soziales Problem darstellen, das gesellschaftlich zu diskutieren ist, wäre doch in diesem Sinne aufgrund der finanziellen Ressourcen von einzelnen Personen keine Chancengleichheit mehr gegeben. Der angesprochene Dreiklang aus Daten, Content und Technologie ist aus Sicht des Kommunikationsexperten deshalb so wichtig, weil die Userinnen und User zur richtigen Zeit mit den richtigen (relevanten) Informationen am richtigen Ort angesprochen werden sollen. Dies gelingt nur mithilfe von Datenanalyse, gutem und interessantem Content sowie Algorithmen, die im Hintergrund ihre Arbeit leisten.

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