Was wurde eigentlich aus Blackberry?.

Es gab eine Zeit, da war ein Blackberry-Handy ein Statussymbol. Der Fokus des Unternehmens liegt aber mittlerweile ganz wo anders.

Jeder kennt sie, die markanten Blackberry-Smartphones © Blackberry.com

„Wir befinden uns nicht mehr im Turnaround-Modus“, schrieb John Chen, CEO von BlackBerry, Anfang 2018 in einem Blogbeitrag. Außenstehenden ist das Unternehmen vor allem aus der Pre-iPhone-Ära ein Begriff, als die Geräte mit den ikonischen QWERTY-Tastaturen fixer Bestandteil einer jeden Managementausstattung waren.

Fokus: Business-Security

Davon ist nun nicht mehr viel zu sehen. Zwar gibt es noch Smartphones der Marke BlackBerry, doch die Hardware wird aus Kostengründen seit 2016 von externen Partnern produziert – das kanadische Unternehmen selbst legt den Fokus nun auf die Software, mit einem alles dominierenden Schlagwort: Business Security.

„Wir hatten sieben Quartale in Folge ein positives operatives Ergebnis“, schreibt Chen. Das Segment der Unternehmens-Security-Lösungen wächst zweistellig und brachte im vergangenen Quartal 85 Prozent des Umsatzes ein: „Und wir glauben noch immer, dass wir erst in der Anfangsphase stehen und in Zukunft noch viel wachsen können.“ Sichere B2B-Kommunikationslösungen sind für den Smartphone-Pionier dabei ein Heimspiel, doch auch andere Themen der Business Security stehen bei den Kanadiern auf der Agenda: Auf der Website prangt bedrohlich ein Countdown, der bis zum Eintreten der EU-Datenschutz-Grundverordnung herunterzählt.

Cybersicherheit

Zudem wagt sich das Unternehmen in Gefilde vor, die bisher nicht zum Kerngeschäft zählten und welche von Außenstehenden als Zukunftsmusik abgetan werden – allen voran Cybersicherheit bei selbstfahrende Autos. Hierzu wurde im Oktober 2016 eine Partnerschaft mit Ford geschlossen, im Januar 2018 folgten Allianzen mit dem chinesischen Konzern Baidu und dem kalifornischen  Chiphersteller Nvidia, der seine Technologie ebenfalls für KI in selbstfahrenden Autos nutzen will.

Das klingt nach wohlklingender Zukunftsmusik – trotz allem ist der Aktienkurs von BlackBerry von seinem einstigen Allzeithoch (137,41 kanadischeDollar im Mai 2008) jedoch noch immer meilenweit entfernt.

Dieser Artikel ist in der aktuellen Ausgabe von "Update 01/18" erschienen

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