Marketing Natives #2: „Es geht nicht um Mobile Commerce, sondern um Brand Commerce".

Die Marketing Natives (powered by DMVÖ) luden zum zweiten Event in diesem Jahr mit dem Themenschwerpunkt „Mobile Commerce“ und Werbeplanung.at vor Ort

Die Marketing Natives diskutierten das Thema „Mobile Commerce“. © Benedikt Weiß

Bei der zweiten Veranstaltung des Marketing Natives Eventjahres am 4. Mai 2016 im Julius Raab Saal der Wirtschaftskammer Wien, diskutierten Harald Winkelhofer (Founder und CEO von IQ Mobile), Christian Pirkner (Vorstand BC Capital und Leadinvestor beim mPayment-Scheme-Provider Blue Code), Axel Puwein (Director of Sales and Innovation von Wirecard), Martin Sprengseis (Partner bei bluesource) und die Moderatorin der Podiumsdiskussion Barbara Klinser-Kammerzelt (MAP), über die aktuelle Situation, Trends und das Potenzial des Mobile Commerce.

 

Touchpoints und Transaktion müssen zusammenwachsen

 

Als erster Speaker des Abends schilderte Harald Winkelhofer, „dass es nicht um Mobile Commerce, sondern um Brand Commerce geht.“ Da sich das Social Media Nutzungsverhalten stark verändert hat und immer mehr Menschen über Messaging-Dienste kommunizieren, hat sich auch das Einkaufen für die Konsumenten verändert. Es gehe darum, dass „die Touchpoints mit dem Punkt der Transaktion näher zusammenwachsen“, so Winkelhofer. Dies soll die Costumer Journey verbessern und jegliche Prozesse über ein Mobile Device stattfinden lassen. Das Ziel sei es, mit der Betätigung eines einzigen Buttons, etwas zu bestellen und gleichzeitig zu bezahlen.

Marketing hat in der heutigen Zeit mit Technologie zu tun. Daten müssen richtig verwendet werden“, so Winkelhofer. Und auch die Wertschöpfungskette in der Produktion jeglicher Produkte, soll sich durch die zunehmende Digitalisierung verändern. Abschließend nannte Winkelhofer einige Best-Practice Beispiele für Mobile Commerce: „Uber ist eine Software-Lösung, die zwischen drei Parteien mit intelligenter Logik Fahrten vermittelt“. Ebenfalls wurde die Coffeeshop-Kette Starbucks angesprochen, da das Unternehmen im dritten Quartal 2015, mehr als neun Millionen Transaktionen in den USA zu verzeichnen hatten.

Mobile Payments in Europa noch nicht angekommen

 

Es folgte der Impulse-Vortrag von Christian Pirkner, der verdeutlichte, dass „Zahlen per Smartphone in Europa noch nicht boomt.“ Im Vergleich zu den USA hinkt Europa klar nach. Als Beispiel wurde von Pirkner ebenfalls Starbucks genannt. Das Unternehmen wickelt 90 Prozent aller Mobile Payments in den USA ab und ist somit ein Vorzeigebeispiel im Mobile Commerce Sektor. Weiters ging Pirkner auf die persönliche Bindung des Smartphones ein, welche bezüglich des eigenen Sicherheitsgefühls und der Bereitschaft für Mobile Payment, ein nicht zu unterschätzendes Thema ist.

Sinnvolle Verbindung von Kanälen zulassen“

Wie die Usability und Mobile Commerce zusammenhängen, erläuterte Axel Puwein von Wirecard. Es gehe darum „die digitale Welt mit dem Real Commerce zu verbinden“ und dadurch eine sinnvolle Verbindung zwischen den verschiedenen Kanälen zu schaffen. „Es geht um eine Steigerung der Usability des Konsumenten“, so Puwein. Kunden akzeptieren technische Innovationen, sobald diese einen Mehrwert verspüren.

 

Das Kaufverhalten hat sich dramatisch verändert“

 

Puwein zeigte auf, dass E-Commerce, Mobile Commerce und Real Commerce immer mehr verschwimmen. „Das Kaufverhalten hat sich dramatisch verändert“, was dazu führt, dass die Prozesse im Hintergrund vom Mobile Commerce immer mehr an Bedeutung gewinnen. Und auch „die Verbindung von Usability und emotionaler Sicherheit“, ist für Puwein, bezüglich Mobile Commerce, essenziell.

 

Mobile Commerce als 360-Grad Datensammlung

Abschließend folgte den Vorträgen eine Podiumsdiskussion mit allen Vortragenden, Martin Sprengseis und Barbara Klinser-Kammerzelt als Moderatorin. In dieser wurden zukünftige Problemlösungen, Trends und das weitere Potenzial des Mobile Commerce besprochen und diskutiert. Marketing wird in seiner Handhabung technologischer und auch die Customer Journey wird mobil beginnen müssen. Mobile Commerce hat diesbezüglich einen Vorteil, da dieser Daten in einem 360-Grad Rahmen sammeln und verwerten kann. Dies bescheinigt diesem Sektor ein enormes Potenzial für die Zukunft und zeigt ebenso auf, dass eine allgemeine Veränderung der gegenwärtigen Kommunikation stattfindet.

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