Industrie vertraut auf IT-Sicherheitsexperten.

Qualifiziertes Personal bester Schutz vor Sabotage, Datendiebstahl oder Spionage. Sicherheitskooperation Cybercrime tagt vom 4.-5. September in Düsseldorf.

© geralt - Pixabay

Für die deutsche Industrie sind IT-Sicherheitsexperten der beste Schutz gegen Cyberattacken. Jedes Industrieunternehmen (100 Prozent) hält qualifizierte IT-Sicherheitskräfte für eine geeignete Maßnahme, um sich gegen Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage zu wappnen, 77 Prozent sehen dies als sehr geeignet. Ähnlich wichtig sind für sie Schulungen aller Mitarbeiter zu Sicherheitsthemen. 99 Prozent des produzierenden Gewerbes findet dies wichtig. Das ist das Ergebnis einer Studie des Digitalverbands Bitkom, für die 503 Geschäftsführer und Sicherheitsverantwortliche quer durch alle Industriebranchen repräsentativ befragt wurden. „Ein robustes IT-Sicherheitsmanagement fängt mit gut geschulten Mitarbeitern an“, sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung. „Qualifiziertes Personal im Bereich IT-Sicherheit ist sehr gefragt. Investitionen in Fachkräfte lohnen sich hier besonders.“

Blockchain und Künstliche Intelligenz als wichtige Sicherheitsmaßnahmen

Aber nicht nur die Investition in helle Köpfe ist der Industrie wichtig. Für die IT-Sicherheit spielen auch neue Technologien wie Blockchain oder Künstliche Intelligenz (KI) eine große Rolle. Zwei Drittel (67 Prozent) schätzen die Blockchain als sehr geeignete Technologie für die IT-Sicherheit ein, ein Viertel (25 Prozent) als eher geeignet. Zudem benennt fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) das automatische Erkennen von Anomalien in Netzwerkdaten mit Hilfe von KI oder maschinellem Lernen als sehr geeignete Sicherheitsmaßnahme. Weitere 44 Prozent finden dies zumindest eher geeignet. „Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz können Unternehmen etwa Abweichungen von regulärem Nutzerverhalten in ihren Daten erkennen“, so Dehmel. „Per Blockchain lassen sich elektronische Identitäten sicher verwalten und Zugriffe auf Daten besser kontrollieren.“ Bezogen auf das Internet der Dinge halten zwei Drittel der Industrieunternehmen (65 Prozent) den Ansatz „Security by Design“ für besonders geeignet, weitere 22 Prozent sehen diesen Ansatz als eher geeignete Sicherheitsmaßnahme. Security by Design bedeutet, dass Geräte mit einer Internetverbindung schon bei ihrer Entwicklung auf Sicherheit ausgelegt werden.

Um aktuelle Phänomene aus dem Bereich Internetkriminalität geht es bei der 7. Jahrestagung der Sicherheitskooperation Cybercrime am 4. und 5. September in Düsseldorf. Der Sicherheitskooperation Cybercrime gehören neben dem Bitkom die Landeskriminalämter Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Sachsen, Hessen und künftig auch Rheinland-Pfalz an. Ziel der Kooperation ist insbesondere der Netzwerkgedanke, der in einem engen Informationsaustausch und Wissenstransfer realisiert wird. Alle Informationen gibt es unter http://sicherheitskooperation-cybercrime.de/.

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