Huawei Deutschland CEO Dennis Zuo: "Isolation darf nicht die Lösung sein".

Dennis Zuo, CEO von Huawei Deutschland, setzt sich auf der jährlichen ESMT Annual Forum Konferenz für globale Standards und Regeln ein und warnt vor einer geteilten Welt durch neue Mauern, die den digitalen Fortschritt gefährden.

© Pixabay

Zuo verwies auf die langjährige Partnerschaft, die seit fast zwei Jahrzehnten zwischen Deutschland und Huawei besteht. Mehr als 2.600 Mitarbeiter tragen dazu bei, dass 50 Millionen Deutsche direkt oder indirekt Huawei-Technologie nutzen können. Deutschland ist für Forschung und Entwicklung einer der wichtigsten Standorte für Huawei, sagt Zuo in Berlin: "Wir haben mehr als 500 Forscher im ganzen Land. Unser größtes Forschungszentrum auf dem europäischen Kontinent befindet sich in München. Dort arbeiten wir an Technologien wie der nächsten Generation von 5G, vernetzten Autos oder Smart Manufacturing."

Deutschland sei bekannt für seine starke Wirtschaft und in vielen vertikalen Branchen weltweit führend, betont Zuo: "Wir arbeiten eng mit Branchenführern der deutschen Automobil- und der Logistikindustrie zusammen, um sie bei ihrem Digitalisierungsfortschritt zu unterstützen. Aber wie kein anderes Land ist Deutschland auch auf die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung angewiesen, um das vorhandene Potenzial auch in Zukunft voll ausschöpfen zu können." In den nächsten zehn Jahren werde mit Unterstützung von 5G, dem Internet of Things, Cloud, Big Data, KI die Digitalisierung fortgesetzt und Mensch-zu-Maschine oder Maschine-zu-Maschine-Anwendungen einen Boom erleben. Dieser Trend führe zu neuen Möglichkeiten, sagt Zuo: "Ob intelligente Fabrik oder autonomes Fahren: Deutschland verfügt über die besten Industrieanlagen und ein großes Potenzial, um sich in seiner Führungsrolle weiter zu behaupten."

Durch die fortschreitende Digitalisierung ergäben sich aber auch neue Herausforderungen. "Es gibt Risiken, die wir alle teilen", sagt Zuo. Isolation und Angst sollten darauf aber nicht die Antwort sein, betont Zuo. In Anlehnung an das diesjährige Motto des ESMT Annual Forums "Global Change - New Challenges, new Opportunities" fordert Zuo gemeinsame digitale Standards und keine national-einseitigen Ansätze: "Android und Windows sind bereits heute so sehr in unseren Alltag und unser Geschäftsleben eingebettet, dass es nicht um ein einzelnes Unternehmen oder ein einzelnes Land geht. Rücksichtslose Entscheidungen können Verbrauchern und Unternehmen in der ganzen Welt großen Schaden zufügen. Das stellt einen gefährlichen Präzedenzfall dar. Derartige Entscheidungen stehen im Widerspruch zu unseren Werten in einer internationalen Geschäftswelt und werden den fairen Wettbewerb in der Telekommunikationsbranche stören."

Wenn sich die Welt digital fragmentiere, brauche jedes Land und jedes Unternehmen letztendlich einen eigenen Backup-Plan, sagt Zuo: "In einer digitalen Welt sollten wir einen einheitlichen Standard aufbauen und eine einheitliche Sprache sprechen."

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