Cross-Border-Shopping: Ist der österreichische Handel bereit für Kunden aus dem Ausland?.

72 Prozent der Top 100 idealo-Händler mit Sitz in Österreich liefern nach Deutschland; 58 Prozent ins EU-Ausland.
16 Prozent bieten ihren Onlineshop in verschiedenen Sprachen an, 10 Prozent eine Bezahlung in verschiedenen Währungen.

© Hannes Edinger auf Pixabay

Die eCommerce Studie Österreich 2019 vom Handelsverband bestätigt: Die Ausgaben im Onlinehandel steigen in diesem Jahr auf ein Rekordniveau von 7,5 Milliarden Euro. Freuen können sich die österreichischen Einzelhändler über diese Entwicklung allerdings nur bedingt. Denn mehr als die Hälfte der Umsätze gehen an Mitbewerber aus dem Ausland. Höchste Zeit also, dass auch die heimischen Händler das Potenzial des europäischen Binnenmarktes ausschöpfen, indem sie ausländische Märkte erschließen und ihre Waren und Dienstleistungen EU-weit verkaufen. Das Stichwort lautet hier: Cross-Border-Shopping. Doch wie ist der aktuelle Status Quo? Sind die österreichischen Händler bereit für Kunden aus dem Ausland? Die idealo internet GmbH hat die Top 100 Shops auf idealo.at unter die Lupe genommen[1].

Knapp 60 Prozent der Händler beliefern das gesamte EU-Ausland

Die Grundvoraussetzung, um Kunden aus dem Ausland für sich zu gewinnen, ist eine Lieferung ins Ausland. Unsere Analyse zeigt: österreichische Händler sind hier schon ziemlich gut aufgestellt. 71 Prozent bieten einen Versand nach Deutschland an und 58 Prozent liefern sogar in der gesamten Europäischen Union. Die Versandkosten errechnen sich dabei je nach Shop entweder pauschal, nach vordefinierten Länderzonen oder nach Gewicht.

Nachholbedarf bei Sprachen- und Währungsvielfalt

Auch der Abbau von Sprachbarrieren gehört zu einer guten Vorbereitung auf ausländische Kunden dazu. Unsere Untersuchung ergibt, dass hier noch viel ungenutztes Potenzial liegt. Bisher übersetzen nur 16 Prozent ihren Onlineshop in verschiedene Sprachen. Noch geringer (10 Prozent) ist der Anteil derer, die eine Bezahlung in einer anderen Währung anbieten.

Bennet Görlitz, Leiter von idealo International, weiß: „Möchte man neue Märkte erschließen, müssen sich die ausländischen Kunden in dem eigenen Onlineshop rundum wohl fühlen. Für deutsche Kunden muss der Shop natürlich nicht übersetzt werden, für Italiener, Tschechen oder Slowenen hingegen schon. Denn nur so können die Händler das Vertrauen der Nutzer gewinnen. Und das wiederum ist unerlässlich, damit die Nutzer auch zu Kunden werden. Ähnlich verhält es sich mit der Währung. Gehört der Zielmarkt zur Eurozone, reicht Euro zur Bezahlung aus, wenn nicht, sollte die Landeswährung verfügbar sein. Das Ziel muss sein, der ausländischen Zielgruppe das gleiche Einkaufserlebnis zu bieten wie den Österreichern. Dazu zählt beispielsweise auch das Anbieten der regional gängigen Zahlungsanbieter oder von landesspezifischen Produkten.“

[1] Es wurden die Top100 Shops analysiert, die auf idealo.at listen und einen Firmensitz in Österreich haben. Zeitpunkt: Juni 2019

Digital-News aus der Branche in Ihr Postfach

updatedigital.at hat viele Ausprägungen mit einem Ziel: Die österreichische Digital-Marketing-Branche bestmöglich zu versorgen. Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an und erhalten Sie einmal pro Tag eine Übersicht mit den aktuellsten Nachrichten der Digital-Branche.

Newsletter abonnieren