Aus Sicherheit verzichten viele Nutzer auf bestimmte Online-Dienste.

6 von 10 Internetnutzern halten sich aus Sicherheitsgründen zurück. Jeder Vierte versendet grundsätzlich keine sensiblen Daten per Mail.

© Fotolia - Maksim Pasko


Kein Online-Banking, wenig Social Media oder Verzicht auf Cloud-Dienste: Sechs von zehn Internetnutzern (62 Prozent) verzichten aus Sicherheitsgründen bewusst auf bestimmte Online-Dienste. Im Vorjahr gaben dies noch zwei Drittel (67 Prozent) der Nutzer an. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.000 Internetnutzern in Deutschland. Am häufigsten schränken sich Internetnutzer beim Versand vertraulicher Informationen oder Dokumente per E-Mail ein. Jeder Vierte (26 Prozent) verzichtet grundsätzlich darauf, 13 Prozent teilweise. „Es ist richtig, wenn Internetnutzer sorgsam mit sensiblen Daten im Internet umgehen“, sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung. „Aber wer gängige Sicherheitsmaßnahmen berücksichtigt und seriöse Anbieter nutzt, muss sich bei Online-Diensten nicht einschränken.“ 

Sicherheitsgründe kein Argument gegen Online-Shopping

Mit Blick auf die Sicherheit halten sich auch beim Online-Banking noch viele Internetnutzer zurück. Jeder Elfte (9 Prozent) macht grundsätzlich keine Bankgeschäfte im Internet, 12 Prozent verzichten teilweise. Wegen Sicherheitsbedenken entscheiden sich 7 Prozent der Internetnutzer gegen jegliche soziale Netzwerke, 13 Prozent verzichten teilweise auf Social Media. Weitere 5 Prozent nutzen grundsätzlich keine Cloud-Dienste wie Online-Speicherplätze oder Online-Fotoalben, jeder Achte (12 Prozent) verzichtet teilweise darauf. Die wenigsten Sicherheitsbedenken haben Internetznutzer beim Online-Shopping. Nur 5 Prozent shoppen deswegen nie online, 4 Prozent meiden Online-Shops teilweise aus Sicherheitsgründen. „Anbieter von Online-Diensten müssen die Bedenken von Nutzern ernst nehmen“, so Dehmel. „Um das Vertrauen der Verbraucher zu gewinnen und zu halten, muss die Sicherheit schon bei der Produktentwicklung mitgedacht werden. Dann können Sicherheitsfeatures auch nutzerfreundlich angeboten und beworben werden.“

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