Zulu5: Extremistischer Content wird durch Kosmetik- und der Lebensmittelwerbung finanziert.

zulu5, Anbieter im Bereich digitaler Werbeüberwachung, hat für das 2. Halbjahr 2018 untersucht, welche Wirtschaftssegmente aktuell von der Ausspielung auf Websites mit fragwürdigen Inhalten besonders betroffen sind.

© Zulu5

Andreas Gysler, der Gründer von zulu5 hat eine crawler-basierte Technologie entwickelt, die unter anderem in der Lage ist, digital ausgespielte Werbung zu überwachen: Zulu Black – so der Name des Werbeüberwachungstools von zulu5 – achtet also darauf, ob Digitalwerbung auf Websites mit grenzwertigen Inhalten ausgespielt wird, ohne dass die hinter dieser Werbung stehenden werbetreibenden Unternehmen davon wissen. Für das 2. Halbjahr 2018 hat Gysler mit zulu5 mehr als 50.000 Werbeeinblendungen auf Websites mit grenzwertigen Inhalten untersucht. Was dabei auffällt: Rund 40 Prozent der registrierten Werbeeinblendungen wurden auf kommerziell schädlichen Websites registriert, also Seiten, die schlichtweg Traffic einkaufen und unerlaubter Weise Werbemittel ausspielen. Rund 60 Prozent der Werbeeinblendungen auf Websites mit grenzwertigem Content finden sich auf Portalen wieder, deren Inhalte für die jeweils beworbenen Marken bedenklich sind: also Pornographie, Rauschmittel, Glückspiel, Musikpiraterie, Spielfilmpiraterie, Fake News, Extremismus oder Gewaltverherrlichung.


Werbung für Beauty/Kosmetik- sowie Food & Beverage-Produkte betroffen 

Im Rahmen der Untersuchung für das 2. Halbjahr 2018 hat zulu5 darüber hinaus erhoben, welche Branchen/Wirtschaftssegmente von der Ausspielung von Werbung auf Websites mit grenzwertigem Content besonders betroffen sind: nämlich Beauty/Kosmetik auf der einen und Lebensmittel/Getränke auf der anderen Seite. „Wenn man das 1. und das 2. Halbjahr 2018 vergleicht, dann zeigt sich, dass Werbemittel aus der Beauty- & Kosmetikbranche deutlich seltener auf Erotikportalen (-94 Prozent) und betrügerischen Websites (-92 Prozent) ausgespielt werden, dafür aber Beauty/Kosmetik-Werbemittel öfter auf Seiten mit Gewaltinhalten (+144 Prozent), Extremismus-Content (+110 Prozent) sowie auf Glückspiel-Portalen (+45 Prozent) erscheinen“, erklärt zulu5-Founder Gysler und fügt hinzu: „Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Analyse der von der Nahrungsmittelindustrie ausgespielten Online-Werbung: Ein Vergleich des 1. und des 2. Halbjahrs 2018 verdeutlicht, dass auch Werbung im Segment Lebensmittel/Getränke zunehmend auf gewaltverherrlichenden Websites (+131 Prozent) und auf extremistischen Portalen (+644 Prozent) sowie auf Glückspiel-Angeboten (+18 Prozent) und auf Streaming-Portalen (+29 Prozent) ausgespielt wird.“ Dieser Umstand spiegelt laut Gysler die Herausforderungen für werbetreibende Unternehmen hinsichtlich Brand Safety wider: weg von traditionell markenkritischen Umfeldern wie Pornographie oder Piraterie, hin zu ideologisierten und extremistischen Umfeldern, die mit klassischen Werkzeugen schwer zu kontrollieren sind: „zulu5 macht diese Lücke transparent und liefert konkrete Hinweise, wie sie geschlossen werden kann.“

Zulu Black liefert Alerts in Echtzeit 

Was man gegen die ungewollte Ausspielung der eigenen Werbung auf fragwürdigen Websites tun kann, ist schnell erklärt: „Zu allererst muss man als Werbetreibender einmal wissen, wo die eigene Werbung fälschlicherweise ausgespielt wird,“ erklärt Gysler, an dessen Unternehmen unter anderem auch die renommierte NZZ-Gruppe beteiligt ist: „Mit Zulu Black erhalten Werbetreibende, die unsere Technologie nutzen, Insights darüber, ob und inwiefern ihre Werbung auf markenschädlichen oder betrügerischen Websites ausgespielt wird. Jedes Mal, wenn der zulu5-Crawler ein Werbemittel eines Werbetreibenden auf einer markenschädlichen oder betrügerischen Website sieht, wird ein Alert ausgelöst, der dem Werbetreibenden aufzeigt, wo seine Werbung konkret eingeblendet wurde. Die Dokumentation ermöglicht ein rasches und präzises Vorgehen, um eine solche Einblendung nachhaltig zu unterbinden.“

Zulu White und Zulu Blue ergänzen die zulu5-Produktfamilie

Neben Zulu Black bietet die zulu5-Technologie zwei weitere clevere Tools für werbetreibende Unternehmen an: Mit dem Benchmarking-Tool Zulu White erfährt der Werbetreibende, wo seine Mitbewerber digitale Werbung schalten, mit welchem Inhalt und über welche Buchungskanäle. So kann der Werbetreibende seine eigene Werbestrategie gegebenenfalls anpassen respektive schneller auf Konkurrenzangebote reagieren. Zulu Blue eröffnet hingegen das Feld der Webseitenqualitätsanalyse und prüft für Werbetreibende das Werbeinventar auf Qualitätsmessgrößen wie Anzahl der Werbeslots, deren Verteilung, versteckte oder überliegende Slots, Ladezeit der Seite oder Weiterleitungen.
 

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