Sechs Dinge für das Kommunikationsjahr 2018.

Haltung, Geschichten und Marken-Spiel sind drei von sechs Entwicklungsströme, die Grayling Austria als relevant für die Kommunikationsbranche 2018 erachten.

Sigrid Krupica, CEO Grayling Austria: Welche Fragen sind zu beantworten und welche Vorgehensweisen nötig, um in einer von Inhalten überfluteten und in einer in der Aufmerksamkeit dafür beeinträchtigen Kommunikationswelt 2018 überhaupt noch zu effektiv bei Konsumenten zu punkten? © Inge Prader

"Wir sind täglich mit rund 10.000 Marketing-Botschaften konfrontiert, wie Studien belegen", sagt Sigrid Krupica, CEO von Grayling Austria, zum Status quo des Kommunikationsschaffens. Dazu gehört auch der Stehsatz, dass "Verbraucher immer anspruchsvoller werden". Krupica: "Es ist also naheliegend, dass Menschen tatsächlich differenzierter entscheiden." Daraus leitet sich für sie die Frage ab: "Wie sonst könnten wir überhaupt noch etwas aufnehmen?"

© Grayling Austria
Auf diesen Voraussetzungen, die gegenwärtig Märkte kennzeichnen, sind trotzdem Marken-Botschaften zu verankern. Mit Frequenz alleine ist Kommunikationsarbeit in der Gegenwart nicht wirkungsvoll zu realisieren, um daraus Vorteile zu ziehen. Die Agentur definiert sechs Trends, die 2018 höhere Relevanz haben und die die Agentur Kommunikationsprofis ans Herz legen möchte. 

Das sind

1. Haltung beweisen: Die Grenzen zwischen Wirtschaft, Politik und Kultur verschwimmen immer mehr. Organisationen können sich nicht länger neutral verhalten, wenn Verbraucher Klarheit, Engagement und Handeln einfordern und Diversität gefragt ist. Wie können Kommunikatoren diesen Trend authentisch nutzen und nicht zur nächsten Krise werden?

2. Urbane Vision: Kommunikatoren konzentrieren sich künftig zunehmend auf globale 'Megastädte' und deren schnell wachsende, wohlhabende Bevölkerung. Sie wollen hier ihre Marken ikonisch verankern und direkt mit kulturell versierten Zielgruppen interagieren, die wiederum andere Zielgruppen erreichen und beeinflussen können. Ein großes Potenzial, nicht nur für Marken, sondern auch für die Gesellschaft. 

3. Zeit für Geschichten: Von Werbe-Serien und Instagram-Stories bis hin zu fiktionalen Klassikern und Mixed-Reality-Erfahrungen. Marken verwenden zunehmend Erzählungen auf eine neue Art und Weise, um Aufmerksamkeit zu erregen und eine treue Fangemeinde aufzubauen. Aber wie viele Marken trauen sich tatsächlich nicht mehr nur über sich selbst zu sprechen und stattdessen andere, authentische Stimmen in Rampenlicht zu rücken?

4. Testen und lernen: Mit dem wachsenden Tempo in der Wirtschaft nehmen Organisationen aller Größenordnungen vermehrt Startup-Mentalität an. Crowdsourcing-Ideen und schnelle Innovationen sind das Gebot der Stunde. Live-Tests und Beta-Testversionen werden zur Norm für Getränkemarken, Einzelhändler, Medien-Unternehmen und sogar Banken.

5. Marken-Spiel: Alles wir zu einem Spiel, in dem intelligente Unternehmen bei jedem Kundenkontakt überraschen und den Alltag spielerisch gestalten, um Konsumenten zu aktivieren und zu belohnen. Mach es richtig und der Preis ist toll. Mach es falsch und ... nun, Marken müssen darauf achten, es richtig zu machen.

6. Ökonomie der Aufmerksamkeit: Im Zeitalter der digitalen Überladung, in der Aufmerksamkeit ein knappes Gut ist, Verbraucher sich von Werbung abschotten und Content ausfiltern, müssen Marken in zielgerichtete Inhalte mit echtem Mehrwert investieren. Irgendwelche alten Inhalte nach dem Gießkannen-Prinzip auszuschütten, reicht nicht aus. 

 

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