Künstliche Intelligenz reagiert auf Hasspostings.

TUNNEL23 lanciert innovative Twitter-Kampagne mit Anti-Rassismus-Verein ZARA.


© Tunnel23

Der Verein ZARA setzt gemeinsam mit der digitalen Kreativagentur TUNNEL23 ein Zeichen gegen Hass im Netz. Dazu wurde ein KI-gestütztes System entwickelt, das Twitter nach Hasspostings durchsucht. Diese wurden mit beruhigenden, selbstproduzierten ASMR-Videos unter dem Hashtag #calmdowninternet kommentiert. Seit Beginn der Kampagne wurden mehr als 1.000 Postings beantwortet. Die Kampagne ist derzeit offline, da der Twitter-Account von ZARA vorübergehend gesperrt war.

Hass im Netz, insbesondere auf Social Media, ist ein heiß diskutiertes Thema. Die kreativen Köpfe von TUNNEL23 haben sich mit dem Verein ZARA (Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit) zusammengeschlossen, um in einer gemeinsamen Twitter-Offensive ein Zeichen gegen das hetzerische Diskussionsklima zu setzen. Unter dem Hashtag #calmdowninternet starteten sie eine breit angelegte Kampagne mit dem Ziel, die aufgeheizte Stimmung zu entspannen und Menschen für ihre eigenen Hassbotschaften zu sensibilisieren.

Internetphänomen gegen Hass im Netz

Um auf die Vielzahl an Hasspostings auf Twitter zu reagieren, entwickelte TUNNEL23 ein KI-gestütztes System, das aggressive und hetzerische Tweets automatisch identifiziert. Anhand vordefinierter Keywords durchsucht die Software Twitter nach potentiellen Hasspostings, die anschließend mit einer Sentimentanalyse überprüft werden. Handelt es sich um einen negativen Beitrag, kommentiert der Algorithmus das Posting mit einem beruhigenden, selbstproduzierten ASMR-Video. ASMR – Autonomous Sensory Meridian Response – beschreibt einen Zustand der völligen Entspannung, ausgelöst durch Geräusche oder visuelle Reize. Mit über 9,6 Millionen Videos auf YouTube sind die beruhigenden Clips mittlerweile zu einem regelrechten Internetphänomen geworden. Erste Studien konnten nachweisen, dass die entspannende Wirkung von ASMR-Videos die Pulsfrequenz senkt. 

„Mit ZARA haben wir den idealen Partner gefunden, um diese innovative Awareness-Kampagne umzusetzen, und gegen den Hass im Netz vorzugehen. Der Case zeigt eindrucksvoll, wie man künstliche Intelligenz im Sinne der Gesellschaft nutzen kann“, so Michael Katzlberger, Geschäftsführung von TUNNEL23.

Erste Erfolge bereits kurz nach Kampagnenstart

Bereits wenige Tage nach dem Start der Kampagne wurden über 1.000 Hasspostings mit beruhigenden ASMR-Videos beantwortet. Die Autoren der Beiträge zeigten sich merkbar überrascht von der schnellen Reaktion. Infolgedessen wurde eine Vielzahl an Hass-Tweets gelöscht. Zusätzlich konnten zahlreiche positive Kommentare generiert werden, in denen die Hass-Poster auf die ASMR-Videos mit Humor konterten. Der Hass im Netz wurde somit Schritt für Schritt minimiert. Derzeit ist die Kampagne jedoch offline, da der Twitter-Account von ZARA vorübergehend gesperrt war.

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